.

Samstag, 15. November

15:00 Uhr/P1
 ELBPHILHARMONIE KOMPASS
Der blaue Autobus

Theresa Zisser Sopran
Heinz-Peter Linshalm Klarinette
Manu Mayr Kontrabass
Martin Brandlmayr Schlagzeug
Charles Koroly Bühnenbild
Ika Nord Inszenierung

Ein Kinderopern-Hit von Martin Brandlmayr nach dem Buch von James Krüss
(für Kinder ab 6 Jahren und junggebliebene Große)

»Was rumpelt da, was pumpelt da, was macht uns viel Verdruss? Es rattert durch die Innenstadt der blaue Autobus.« Mit solchen wunderbaren Reimen schrieb sich James Krüss geradewegs in die Herzen unzähliger Kinder und ihrer Eltern. Der blaue Autobus steht nun im Zentrum einer charmanten modernen Kinderoper – komplett mit Kostümen und Mini-Orchester.

Eine Koproduktion der Wiener Taschenoper, der Jeunesse Österreich, der Oper Graz und der Elbphilharmonie Hamburg

Veranstaltungsdetails

 ELBPHILHARMONIE KOMPASS
Auch Kinder kommen in den Genuss der diesjährigen »Greatest Hits«: mit einer modernen Kinderoper nach James Krüss und Kompositionsprojekten für Schüler.

Am letzten Festivaltag wird das junge Festival-Publikum in die poetische Welt von James Krüss eingeladen. Der Klassiker der deutschen Kinderliteratur jonglierte gerne mit Worten. Die liebevolle Geschichte »Der blaue Autobus« – vollgepackt mit lustigen Wortspielen – handelt von einem Bus voller Kinder, der vom frechen Pudel Ottokar so angebellt wird, dass er beinahe in ein Haus  hineinrauscht. Nach vielerlei Abenteuern verlassen die Kinder die Stadt und finden sich in einem chinesischen Garten wieder, erleben Feuer und Gewitter, begegnen Gespenstern und werden von  einem Mondhorn in den Schlaf gesungen… Für Martin Brandlmayr, den in der zeitgenössischen Musik-Szene heiß begehrten Schlagzeuger, sind Krüss‘ Gedichte einprägsam wie Popsongs.  Regisseurin Ika Nord eroberte bereits mit ihrer Kindershow im schwedischen Fernsehen die Herzen aller Altersschichten. Gemeinsam mit Bühnenmagier Charles Koroly entführen sie in der  Produktion »Der blaue Autobus« Kinder ab sechs Jahren in eine fabelhafte Welt aus Musik, Kostümen und Requisiten, Mimik und clowneskem Theater.

Der blaue Autobus ©  Dimo Dimov

Der blaue Autobus © Dimo Dimov

 

16:00 Uhr/K2
 ELBPHILHARMONIE KOMPASS
Klangradar 3000 – Kompositionswettbewerb

Schüler des Gymnasiums Lohbrügge,
der Julius-Leber-Schule,
des Goethe-Gymnasiums,
der Grundschule Langbargheide
und der Erich Kästner Schule

In Zusammenarbeit mit den Komponisten:
Benjamin Helmer
Robert Engelbrecht
Dario Quiñones
Gregory Büttner
Dodo Schielein

Was bedeutet Interaktion heute? Diese Frage stellten sich die Teilnehmer eines Kompositionswettbewerbs von Landesmusikrat Hamburg und Elbphilharmonie Kompass. Unter dem Titel »Interaktion 2.0« entwickelten Schulklassen unter Anleitung professioneller Komponisten neue Formen des Miteinanders zwischen den Beteiligten eines Konzertes. Kommunikativ, multimedial und experimentell, so sollen nach der Vorstellung der Schüler die Konzerte und die Musik der Zukunft sein.

Veranstaltungsdetails

 ELBPHILHARMONIE KOMPASS
Auch Kinder kommen in den Genuss der diesjährigen »Greatest Hits«: mit einer modernen Kinderoper nach James Krüss und Kompositionsprojekten für Schüler.

Nicht immer sind die Klangradar-Projekte an ein bestimmtes Konzert gebunden. Dieses Mal präsentieren Schüler zwischen 8 und 18 Jahren von fünf verschiedenen Schulen fünf eigenständige Kompositionen, die allesamt unter dem Motto »Interaktionen 2.0« stehen. Um neue Formen des Miteinanders musikalisch zu erforschen und »kommunikative, multimediale, experimentelle Musik« zu erschaffen, wird mit elektronischer Musik und Filmmusik ebenso gearbeitet wie mit szenischen Elementen und klassischen Instrumenten. Die Werke entstehen zwischen Juni und November 2014 am Gymnasium Lohbrügge, an der Julius-Leber-Schule, am Goethe-Gymnasium, an der Grundschule Langbargheide und an der Erich Kästner Schule – zusammen mit den Hamburger Komponisten Benjamin Helmer, Robert Engelbrecht, Dario Quiñones, Gregory Büttner und Dodo Schielein.

»Klangradar 3000 – Schüler komponieren« wird gefördert durch die Behörde für Schule und  Berufsbildung und Feldtmann Kulturell unter dem Dach der Hamburgischen Kulturstiftung. »Klangradar 3000 – Schüler komponieren« ist eine Kooperation des Landesmusikrats in der Freien- und Hansestadt Hamburg e.V. und Elbphilharmonie Kompass.

© Jann Wilken

© Jann Wilken

© Jann Wilken

© Jann Wilken

 

18:00 Uhr/KMH
 LOCAL HEROES
Manfred Stahnke

Barbara Lüneburg Violine
Jan-Filip Ťupa Violoncello
Andrej Koroliov Klavier
Daria Iossifova Toy Piano, Schlagwerk
Naoko Kikuchi Koto

Manfred Stahnke:
Paloma metallica für Klavier
Sentimental Journey für Toy Piano und Schlagwerk
Ana B Chronicles für Violoncello
Capra für skordierte Violine
Koto solo für skordierte Koto

Die surreale Welt des Manfred Stahnke ist geprägt von einer heiteren Skepsis. Rigorosen Konzepten wie »Logik« und »System« setzt Stahnke sein Bekenntnis zu Verspieltheit, Unschärfe und Chaos entgegen. In seinem Œuvre finden sich so charmant-verschmitzte Titel wie »Niederdeutsche Arabesken«, »Ansichten eines Käfers« oder »Der halbanalphabetische Zeizig«, und in Stahnkes Musik begegnen dem Hörer u.a. Spielzeugklaviere und jede Menge mikrotonaler Quer-Klänge, die in kein System so recht passen wollen.

Veranstaltungsdetails

 LOCAL HEROES
Eine Plattform für die quicklebendige Hamburger Szene. Dieses Jahr: der humorvolle Manfred Stahnke und der Computermusiker Georg Hajdu.

Manfred Stahnke wurde 1951 in Kiel geboren und studierte in Lübeck, Freiburg, Hamburg und in den USA Komposition und Musikwissenschaft. Sein Lehrer in Komposition war ab 1974 György Ligeti – vorher studierte er bei Wolfgang Fortner und Klaus Huber. Zu seinen Kompositionen zählen einige Bühnenwerke: 2001 schrieb er u.a. »Orpheus Kristall, Oper in zwei Medien« für die Münchener Biennale, eine Neuinszenierung von »Wahnsinn, das ist die Seele der Handlung« (Kammeroper Gelsenkirchen 1985) wurde 2012 an der Staatsoper Berlin erarbeitet. Stahnke komponiert für führende Ensembles der Neuen Musik, u.a. für das ensemble modern Frankfurt, das ensemble avance Stuttgart, das ensemble 13 Baden-Baden, das nieuw ensemble Amsterdam, das ensemble Est!Est!!Est!!! Saarbrücken und das ensemble Intégrales Hamburg. Mit dem ensemble Intégrales reiste Stahnke als Dozent nach Dänemark, 2005 mit dem ensemble modern nach Korea. In den USA benutzte Stahnke 1979/80 Computer zur Erzeugung präziser Mikrotonmusik. Er studierte bei John Melby das Musikprogramm MUSIC360 und war an der University of Illinois Schüler des Mikrotonalisten Ben Johnston. Von Illinois aus ging Stahnke 1980 nach Kalifornien an die Stanford Universität. Ab 1983 arbeitete Stahnke als Lehrbeauftragter im Musiktheoriebereich an der Hochschule in Hamburg, seit 1989 als Professor für Komposition und Musiktheorie und begann mit dem Aufbau einer Computermusikabteilung.

Manfred Stahnke

Manfred Stahnke

 

20:00 Uhr/K6
 ICTUS ENSEMBLE
Vortex Temporum

Rosas Tanzkompagnie
Anne Teresa De Keersmaeker Choreografie
Assistenz Femke Gyselinck

Ictus Ensemble
Musikalische Leitung Georges-Elie Octors

Anne Teresa De Keersmaeker Licht
Luc Schaltin
Licht
Michael François Licht
Anne-Catherine Kunz Kostüm
Bojana Cvejic Dramaturgie

Gérard Grisey: Vortex Temporum

Gérard Griseys letzte Komposition »Vortex Temporum« (lat. Wirbel der Zeit) ist eine Studie über das Vergehen der Zeit. Jeder der drei Teile von »Vortex Temporum« läuft in seinem eigenen Tempo ab: der erste in der mittleren Geschwindigkeit des Menschen; der zweite im unendlich gedehnten Tempo der Wale; der dritte Teil in der hoch getakteten Erlebniszeit der Vögel. Die flämische Choreografin Anne Teresa De Keersmaeker übersetzte diese verschiedenen Geschwindigkeiten in Bewegungen. So entstand ein Ballett für die sieben Tänzer von Keersmaekers Tanzkompanie Rosas und die auf der Bühne agierenden Musiker des Ictus Ensemble.

Veranstaltungsdetails

 ICTUS ENSEMBLE
Das in Brüssel beheimatete und international anerkannte Spezialisten-Ensemble hat seit seiner Gründung 1994 unzählige Hits der Moderne (ur-)aufgeführt und ist langjähriger Partner der Tanzkompanie Rosas.

Die Belgierin Anne Teresa De Keersmaeker ist eine der Großen des europäischen Tanzes und eine wahre Meisterin der abstrakten Form. Sie studierte Tanz bei Maurice Béjart in Brüssel und an der Tisch School of the Arts in New York. 1983 gründete sie ihre Kompanie Rosas, seit 1992 ist diese Teil des Théâtre Royal de la Monnaie. Seit 1995 leitet sie die Brüsseler Tanzinstitution P.A.R.T.S., aus der unzählige Talente hervorgegangen sind. De Keersmaeker setzt sich immer wieder intensiv mit Werken der klassischen Moderne und der zeitgenössischen Musik auseinander – wie z.B. 2011 bei den Elbphilharmonie Konzerten auf Kampnagel mit Gustav Mahlers »Der Abschied«.

Das belgische Ictus Ensemble, eines der aufregendsten Ensembles für Neue Musik und gern gesehener Gast bei den Elbphilharmonie Konzerten und auf Kampnagel, wurde 1994 von Jean-Luc Plouvier gegründet. Es sucht stets die Verbindung klassischer und Neuer Musik zu Film, Theater und Tanz, legt seinen Fokus auf thematisch konzipierte Konzerte oder an Persönlichkeiten orientierte Programme (Magnus Lindberg, Emmanuel Nunes, Jonathan Harvey, Franco Donatoni, Steve Reich, Toshio Hosokawa). Als der bevorzugte Partner von Anne Teresa De Keersmaeker ist das Ictus Ensemble in zahlreiche Tanzproduktionen mit ihrer Kompanie Rosas involviert. Das Ictus Ensemble tritt regelmäßig auf den wichtigsten Festivals für zeitgenössische Musik auf – in Brüssel, Wien, Salzburg, Paris, Straßburg und Tokio sowie in Deutschland u.a. in Donaueschingen und bei den Wittener Musiktagen.

Anne Teresa De Keersmaeker © Herman Sorgeloos

Anne Teresa De Keersmaeker © Herman Sorgeloos

Vortex Temporum © Anne Van Aerschot

Vortex Temporum © Anne Van Aerschot

22:00 Uhr/Kampnagel Vorhalle
 ePhil XL
Tim Hecker

Der Klangkünstler Tim Hecker ordnet seine Musik unter die Rubriken »fake church music« oder »neo metal drone« ein. Tatsächlich dürfte der Kanadier einer der wenigen Künstler aus der E-Musik-Szene sein, der auch schon mal eine Kirchenorgel einsetzt. Solche Samples von Orgeln, Streichern oder Pianos fließen bei Hecker zu einem majestätischen Klangozean zusammen, der Noise und Minimal Music verbindet und ebenso unergründlich rauscht und brandet wie das wirkliche Meer.

Veranstaltungsdetails

 ePhil XL
Als Reihe für elektronische Musik längst über die Grenzen Hamburgs bekannt, bei den »Greatest Hits« nun im XL-Format. Mit dabei: Robin Fox, Mouse on Mars und Tim Hecker.

Tim Heckers Musik, welche die Schnittstellen von Melodie, Dissonanz und Lärm immer wieder neu auslotet, wird gern als »elektronische Kathedralenmusik« beschrieben. Seit 1996 hat der kanadische Sound-Künstler eine Vielzahl an Audio-Arbeiten produziert u.a. für Kranky, Alien8, Mille Plateaux, Room40, Force Inc., Staalplaat und Fat Cat. Seine Aufnahmen ernten bei Publikum und Presse immer wieder großen Beifall, darunter »Radio Amor«, das vom Magazin The Wire als Schlüsselalbum 2003 bezeichnet wurde, und »Harmony in Ultraviolet«, das von Pitchfork als eines der Top-Alben 2006 geehrt wurde. Tim Heckers Werk umfasst neben der Musik auch Arbeiten für den zeitgenössischen Tanz, Klangkunst-Installationen sowie verschiedene Autoren-Tätigkeiten.

Tim Hecker © Tsuyoshi Suzuki

Tim Hecker © Tsuyoshi Suzuki

.