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Bebber, Benjamin van
Benjamin van Bebber (*1984) arbeitet als Regisseur, Dramaturg, Performer an den Grenzen von Musiktheater, Choreografie und Performance vor allem in Hamburg, Berlin und der Schweiz. Er studierte Theaterwissenschaft, Musikwissenschaft und Philosophie in Frankfurt am Main, anschließend Musiktheater-Regie in Hamburg. Seit 2010 ist er Teil des Künstler-Netzwerks cobratheater.cobra und arbeitet als freischaffender Regisseur u.a. zusammen mit Leo Hofmann, Franziska Henschel, Martin Grünheit und dem Solistenensemble Kaleidoskop.

Böhm, Leonie
Leonie Böhm (*1982) inszeniert und performt klassische Theatertexte mit kleinen Gruppen. Die Texte dienen dabei als Anlässe, um die Kommunikations- und Begegnungspotentiale der Mitspieler freizulegen: Wie finden wir im Spiel eine gemeinsame Sprache, die so persönlich ist, dass wir uns alle als Fremde und Freunde angesprochen fühlen? Leonie Böhm studierte Bildende Kunst als Meisterschülerin in Kassel. Im Januar 2016 wird sie ihr Schauspielregie-Studium an der Thaterakademie Hamburg abschließen. Sie ist Teil des Künstler-Netzwerks cobratheater.cobra.

Bundesjugendballett
Das Bundesjugendballett ist am Ballettzentrum Hamburg beheimatet und  fördert ein Ensemble aus acht jungen, internationalen Tanztalenten. Unter der Leitung des weltweit erfolgreichen Choreografen John Neumeier bringt es den Tanz an ungewöhnliche Orte, die fernab von jeder herkömmlichen Ballettgeografie liegen. Inspiration erhält die junge Compagnie auch in der Zusammenarbeit mit Partnern aus den Bereichen Musik und Gesang. Das Bundesjugendballett ehrt die Vergangenheit mit der Einstudierung von Werken der Ballettgeschichte, erlebt die Gegenwart in der Arbeit mit zeitgenössischen Choreografen unterschiedlichen Alters und Stils und investiert in die Zukunft des Tanzes durch eigene Kreationen und die Förderung junger Choreografen.
www.bundesjugendballett.de

Chiffren Ensemble
Das Chiffren Ensemble bietet seit 2009 jungen Musikern aus Schleswig-Holstein im Alter von 15 bis 25 Jahren die Möglichkeit, ihr Können auf dem Gebiet der zeitgenössischen Kammermusik zu erproben. Die künstlerische Leitung liegt in den Händen des Hamburger Dirigenten und Komponisten Johannes Harneit, unterstützt von weiteren Musikern aus dem Bereich der Neuen Musik wie Barbara Lüneburg und Burkhard Friedrich. Das Chiffren Ensemble hat sich in der kurzen Zeit seines Bestehens als ein bemerkenswertes Ensemble für Neue Musik qualifiziert und findet überregionale Beachtung. Einladungen führten das Ensemble bereits zu den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik Darmstadt und zum KLANG – Copenhagen Avantgarde Music Festival, auch in der Reihe »NDR das neue werk« und beim Deutschlandfunk war es bereits zu Gast. 2012 wurde dem Chiffren Ensemble der Kunstpreis des Landes Schleswig-Holstein verliehen. Für das Preisgeld vergab es einen Kompositionsauftrag an Hans-Joachim Hespos, der dafür sein neues Werk CON-fetti schrieb. Das Werk wurde am 4. August 2013 in Kiel uraufgeführt.
www.chriffen.de

Decoder Ensemble
Das Decoder Ensemble, eine »Band« für aktuelle Musik, präsentiert ein weites Spektrum internationaler Klangkunst, von experimenteller Instrumentalmusik über Elektronik bis hin zu musikalischer Konzeptkunst. Die jungen, in Hamburg lebenden Musiker haben sich bereits als Solisten, Performer oder Komponisten einen Namen gemacht, und stellen seit 2011 ihr hohes künstlerisches Niveau im Team unter Beweis. Hierfür wird die Besetzung ständig erweitert und auch für ausgefallene Kombinationen offen gehalten. Im Mittelpunkt steht die Zusammenarbeit mit Komponisten der jüngsten Generation, denen eine professionelle Aufführungsplattform geboten wird. Dabei wird besonders auf außergewöhnliche Konzertorte, vorwiegend Clubs der lokalen elektronischen Musikszene Wert gelegt.
www.decoder.de

Ensemble Resonanz
Mit seiner einzigartigen Programmatik, Spielfreude und künstlerischen Qualität zählt das Ensemble Resonanz zu den führenden Kammerorchestern weltweit. In innovativen Programmen spannen die Musiker den Bogen von der Tradition zur Gegenwart. Die alte wie die zeitgenössische Musik gleichermaßen lebendig zu präsentieren, ist dabei Leitgedanke und Motor. Enge künstlerische Partner des Ensembles sind Tabea Zimmermann und Jean-Guihen Queyras, die das Ensemble als Artist in Residence begleiteten, sowie Emilio Pomàrico, der ihnen in dieser Funktion zur Saison 2016/2017 folgen wird. Neben weiteren namhaften Solisten und Dirigenten arbeiten auch zahlreiche Komponisten wie Enno Poppe, Beat Furrer, Rebecca Saunders, Georg Friedrich Haas, Isabelle Mundry oder Georges Aperghis eng mit dem Ensemble zusammen. In Hamburg hat das Musikerkollektiv als Ensemble in Residence der Laeiszhalle mit großem Erfolg die Konzertreihe »Resonanzen« etabliert, die als Katalysator des Musiklebens nun in der 14. Saison Furore macht. Ab Januar 2017 wird die Residenz in der Elbphilharmonie fortgeführt, während die Heimat des Ensemble Resonanz mitten in St. Pauli, im frisch eröffneten resonanzraum im Bunker, bleibt. Innovative Musikvermittlungsprojekte und alternative Konzertformen wie die »Ankerangebote« und die Konzertreihe »urban string« sorgen für direkten Dialog mit dem Publikum und weisen den Weg in die Zukunft.
www.ensembleresonanz.com

Fennesz
Christian Fennesz erschafft mit Gitarre und Computer schimmernde, wirbelnde elektronische Klänge voll komplexer Musikalität. Seine großformatigen Kompositionen sind alles andere als sterile technische Experimente. Vielmehr greifen sie feine Stimmungen wie das Treiben von Insekten in einem Regenwald oder die Atmosphäre bei Naturereignissen teleskopisch auf. Jedes Stück ist durchdrungen von einem ganz eigenen Naturalismus. Christian Fennesz, der ehemalige Gitarrist der Independent Band Maische, begann bereits Mitte der 1990er Jahre als Solist computerbasierte elektronische Musik zu produzieren. 2001 gelang ihm der Durchbruch mit dem Album »Endless Summer«. Fennesz arbeitet regelmäßig in Kooperationen, gemeinsam mit Peter Rehberg und Jim O’Rourke bildet er das Trio Fenn O’Berg, mit Zeitblom gemeinsam das Duo Golden Tone und mit Christof Kurzmann die Formation Orchester 33 1/3. Darüber hinaus arbeitet er sowohl im Studio wie live mit dem japanischen Komponisten Ryūichi Sakamoto zusammen.
www.fennesz.com

Foo, Mei Yi
In den vergangenen Jahren gelang der malaysischen Pianistin Mei Yi Foo der Durchbruch: Neben zahlreichen Auszeichnungen (»BBC Best Newcomer of the Year«, »Highlight des Jahres« auf dem Lucerne Festival) und Debüts auf der ganzen Welt konzertierte sie mit renommierten Orchestern in bekannten Konzerthäusern wie der Londoner Royal Festival Hall. Folgerichtig betitelt sie die Presse nun nicht mehr als »rising star« (International Piano Magazine), sondern als anerkannte Größe. Ihr aktuelles Album »Musical Toys« erhielt glänzende Rezensionen in vielen großen Medien. Die Wahl-Londonerin unterrichtet derzeit außerdem am Royal Welsh College of Music and Drama.

Frost, Ben
Geboren 1980 in Melbourne, Australien, lebt Ben Frost seit 2005 im isländischen Reykyavík. Zusammen mit Valgeir Sigurðsson und Nico Muhly gründete er dort das Label Bedroom Community. Auf seinen bisher vier Alben, darunter Steel Wound (2003), Theory of Machines (2007), BY THE THROAT (2009) und A U R O R A (2014), verbinden sich intensiv strukturierte Sound Art mit aggressiver post-klassischer elektronischer Musik, eindringliche Melodien mit einem Minimalismus konzentriertester Form. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn mit Brian Eno, der ihn 2010 für die Rolex Mentor and Protégé Arts Initiative engagierte. Hieraus entstand »Sólaris«, eine neue Musik zum Filmklassiker von Andrei Tarkowski, geschrieben für die polnische Sinfonietta Cracovia. Ben Frost ist fasziniert davon, verschiedenste Disziplinen wie Musik, Technologie, Performance und Text miteinander zu verschmelzen. Deshalb arbeitet er regelmäßig mit den unterschiedlichsten Künstlern und Musikern zusammen wie z.B. Tim Hecker, dem Choreografen Akram Khan, oder dem deutschen Regisseur Falk Richter. Filmmusik schrieb er für »Sleeping Beauty« von Julia Leigh und »Djúpið« des isländischen Regisseurs Baltasar Kormákur. Für »The Enclave«, eine Multi-Channel Video- und Soundinstallation, die 2013 auf der Biennale Premiere feierte, reiste er zusammen mit Richard Mosse tief ins kongolesische Kriegsgebiet. 2013 veröffentlichte Frost auch seine erste, auf Ian Banks Roman »The Wasp factory« (1984) beruhende Oper, bei der er gleichzeitig auch sein Regie-Debüt gab.
www.ethermachines.com

Harneit, Johannes
Johannes Harneit ist Komponist, Dirigent und Pianist. Er war als Musikdirektor an der Staatsoper Hannover tätig, dirigierte u.a. an der Bayerischen Staatsoper München, am Bremer Theater sowie bei verschiedenen Rundfunkorchestern und ist ständiger Gastdirigent beim Kairo Symphony Orchestra. Seit Herbst 2003 ist Johannes Harneit zudem Chefdirigent der Sinfonietta Leipzig, im Mai 2006 debütierte er beim Ensemble Modern und seit 2006/2007 ist er Chefdirigent des Belgrader Nationaltheaters. Harneit erhielt zahlreiche Kompositionsaufträge, unter anderem von der Hamburgischen Staatsoper, der Alten Oper Frankfurt, den Stuttgarter Philharmonikern und dem Ensemble Scharoun sowie Einladungen nach Zürich, Basel und Berlin. Nach dem letzten großen Auftrag der Oper Leipzig, arbeitete Johannes Harneit an einer Oper für Kinder und Erwachsene (UA April 2015) und war in der Spielzeit 2014/2015 »Komponist für Heidelberg«. Mit seinen beiden Neuen Opern »Abends am Fluss« und »Hochwasser« (UA Februar 2015), die er selbst am Theater Heidelberg dirigiert, feiert Johannes Harneit derzeit überregionalen Erfolg.

Hofmann, Leo
Leo Hofmann (*1986) komponiert, entwirft und performt Musiktheater, Hörspiele, musikalische Choreografien, Sound-Performances und Staged Concerts. In seinen Arbeiten steht die Stimme als klingendes und performatives Ereignis im Mittelpunkt, sowie die Suche nach Haptik und Körperlichkeit im Klang. Hofmann studierte »Contemporary Arts Practice« und »Composition Théâtre musical« an der Hochschule der Künste Bern. Darüber hinaus umfasst seine künstlerische Arbeit Musik für Theaterproduktionen, radiophone Stücke und Klanginstallationen.
www.leohofmann.com

Horecna, Natalia
Natalia Horecna studierte am Dance Conservatory Bratislava. Bereits während ihrer Ausbildung trat sie mit dem Slowakischen Nationaltheater auf. 1994 kam sie zum Hamburg Ballett und war dort als Solistin tätig. Nach einem Engagement am Scapino Ballet Rotterdam ist sie seit 2006 Mitglied des Nederlands Dans Theater. Seit 2007 arbeitet sie darüber hinaus als Ballettpädagogin und Choreografin. Für ihre Kreation »Contra Clockwise Witness« am Wiener Staatsballett wurde sie 2014 mit dem Taglioni European Ballet Award als »beste Nachwuchschoreografin« ausgezeichnet.
www.nataliahorecna.nl

Kaul, Matthias
Matthias Kaul war zunächst Rock- und Jazzschlagzeuger, bevor er ein Percussion-Studium an der Hamburger Musikhochschule absolvierte. Er arbeitet eng mit einer Vielzahl an Musikern und Komponisten der zeitgenössischen Musik zusammen wie John Zorn, David Moss, Carla Bley, Malcolm Goldstein, Mauricio Kagel, Hans Werner Henze, Vinko Globokar and Joachim Hespos und brachte bisher über 300 Werke zur Uraufführung. Tourneen führten ihn durch Europa, Nord- und Südamerika, Afrika, Japan, Korea, Taiwan, Indien und Kanada. Matthias Kaul ist Gründungsmitglied des Ensembles L’Art pour L’Art. Darüber hinaus ist er als Komponist tätig und schreibt neben Solo- und Ensemblekompositionen Film- und Theatermusik sowie Hörspiele, Klanginstallationen und Auftragswerke für Festivals wie die Wittener Tage für neue Kammermusik, die Ferienkurse Darmstadt oder Rainy Days Luxemburg.
www.matthiaskaul.de

Kozlovački, Luka
Luka Kozlovački sammelt gern Künstlernamen: Neben Ubildia, Blue Nidia, Vodina und Black Soup trat er unter verschiedenen Variationen der Buchstabenfolge L, F, U und C auf. Als Sammler ist ihm natürlich nur eine Welt der Soundmanipulation nicht genug: Er improvisiert sowohl mit analogen als auch mit digitalen Klängen. Diese präsentiert er europaweit und im November auch in Hamburg.

L’Art pour L‘Art
L’Art pour L‘Art gehört zu den ungewöhnlichsten Formationen für zeitgenössische Musik: 1983 von den Musikern Matthias Kaul (Schlagzeug/Komposition), Astrid Schmeling (Flöte) und Michael Schröder (Gitarre) gegründet, umfasst das Ensemble einen festen Kreis von zwölf Musikern, die je nach erforderlicher Besetzung in unterschiedlichen Konstellationen oder solistisch arbeiten. Das Ensemble nimmt die künstlerischen Erfordernisse der Zeit häufig vorweg und reflektiert immer aufs Neue den Sinn und die gesellschaftliche Relevanz des Kunstbegriffes »l’art pour l’art«. Diese kulturelle Auseinandersetzung führt über weltweite Konzerttätigkeiten, die Zusammenarbeit mit namhaften Komponisten auf internationaler Ebene, unzählige Ur- und Erstaufführungen, hochgelobte CD-Einspielungen und Rundfunkproduktionen im In- und Ausland immer wieder zu kontrastreichen Ansätzen: Kammermusik, inszenierte Konzerte und Musiktheater, Workshops, Outdoor-Projects, Improvisation, selten gespielte klassische Werke, die Kompositionsklasse L’Art pour L‘Art für Kinder und Jugendliche und viele weitere pädagogische Konzepte. L’Art pour L‘Art wurde mit Preisen der PwC-Stiftung, des Musiklandes Niedersachsen, mit dem Junge Ohren Preis, dem Preis der deutschen Schallplattenkritik 2012 und mit dem Echo Klassik 2012 ausgezeichnet.
www.lartpourlart.de

Liima
Liima ist die neue Band des finnischen Schlagzeugers Tatu Rönkkö und der Band Efterklang, bestehend aus Mads Brauer, Casper Clausen und Rasmus Stolberg. Von elektronischer Musik, über experimentellen Pop zu zeitgenössischer Klassik – das musikalische Forschungsgebiet von Efterklang ist riesig. Das bisherige Ergebnis: vier Alben, zwei Filme und diverse weitere Projekte und Veröffentlichungen, die von weltweiten Tourneen begleitet wurden. Im Januar 2014 kündigten Efterklang ein Programm mit dem Titel »The Last Concert« an, was dazu führte, dass viele Fans meinten, die Band würde sich auflösen. Seit dem letzten Jahr ist Tatu Rönkkö, der seit über 10 Jahren sehr aktiv in der experimentellen Musik-Szene Finnlands ist, ein beständiges Mitglied von Eftlerklang. 2013 startete er unter dem Titel »I Play Your Kitchen« ein außergewöhnliches Solo-Projekt, bei dem er improvisierte Konzerte in Küchen gab. Efterklang haben entschieden ihr Band-Verständnis komplett zu überdenken und neu zu definieren – als neue Band gemeinsam mit Tatu Rönkkö und unter dem Namen »Liima«. Ganz nach dem Motto: »Efterklang ist tot. Es lebe Efterklang.« (Spex)
Liima auf sondcloud.com

NDR Sinfonierorchester
Das 1945 gegründete NDR Sinfonieorchester, zukünftiges Residenzorchester der Elbphilharmonie, unterhält eigene Konzertreihen in Hamburg, Lübeck, Kiel und Wismar. Gastspielreisen führen das Orchester regelmäßig zu den wichtigsten europäischen Festivals und auf die bedeutendsten Konzertpodien. Auch bei seinen Tourneen nach Japan, China, Südamerika und in die USA unterstreicht es seinen Rang als eines der weltweit führenden Konzertorchester. Seit 2011 ist Thomas Hengelbrock Chefdirigent des NDR Sinfonieorchesters. Interpretatorische Experimentierfreude, unkonventionelle Programmdramaturgien und innovative Darbietungsformen sind Markenzeichen seiner Arbeit. Unter Hengelbrock gab das Orchester bei den Baden-Badener Pfingstfestspielen 2014 auch sein Debüt im Orchestergraben.
Zur Website des NDR Sinfonieorchesters

Nikodijevic, Marko
Marko Nikodijevic wurde 1980 in Subotica, Serbien, geboren und studierte zwischen 1995 und 2003 in Belgrad Komposition bei Zoran Erić und Srdjan Hofman. Zusätzlich besuchte er Kurse und Vorlesungen in nonlinearer Mathematik und Physik. Nach seiner Ausbildung in der serbischen Hauptstadt führte ihn 2003 ein Kompositionsaufbaustudium bei Marco Stroppa an die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Kompositorisch nutzt Nikodijevic der Mathematik entlehnte Verfahren, verbindet traditionelle Instrumente mit digital generierten Klängen und greift auch Elemente des Techno und Pop auf. Sein Schaffen wurde mit Auszeichnungen im Rahmen vom International Young Composers Meeting Apeldoorn, Gaudeamus Music Week Amsterdam, der 3. Brandenburger Biennale und des UNESCO Rostrum of Composers honoriert. 2013 erhielt er einen der drei Komponisten-Förderpreise der Ernst von Siemens Musikstiftung, ein Jahr später wurde er mit dem Deutschen Musikautorenpreis in der Kategorie Nachwuchsförderung ausgezeichnet. 2014 kam während der Münchener Biennale seine Kammeroper »Vivier – Ein Nachtprotokoll« zur Uraufführung, die um Leben und Tod des Komponisten Claude Vivier kreist.

Pintscher, Matthias
Matthias Pintscher betrachtet das Komponieren und das Dirigieren als komplementäre Sphären seiner Kunst. Studiert hat er bei Giselher Klebe und Manfred Trojahn, aber auch Musikerpersönlichkeiten wie Péter Eötvös, Helmut Lachenmann, Pierre Boulez und Hans Werner Henze haben Matthias Pintscher geprägt und gefördert. Für seine Werke, von der Kammermusik bis zur Oper, wurde er vielfach ausgezeichnet. Als Dirigent arbeitet Matthias Pintscher regelmäßig mit bedeutenden Orchestern und Ensembles in Europa und den USA zusammen. Sein Repertoire umfasst vor allem Werke des 19. und 20. Jahrhunderts, mit Schwerpunkten auf französischer Musik, dem Schaffen Anton Bruckners und der Zweiten Wiener Schule. Seit 2013 ist Matthias Pintscher musikalischer Leiter des Pariser Ensemble intercontemporain.
www.matthiaspintscher.com

Rauter, Michael
Michael Rauter (*1980) studierte Violoncello und arbeitet an der Schnittstelle von Musik, Theater, Tanz und bildender Kunst. 2006 hat er in Berlin das Solistenensemble Kaleidoskop gegründet, dessen künstlerischer Leiter er seither ist. Als musikalischer Leiter, Cellist, Komponist und Performer arbeitete er u.a. mit Künstlern und Künstlerinnen wie Laurent Chétouane, Sabrina Hölzer oder Ladislav Zajac.

Remix Ensemble Casa da Música
Das portugiesische Remix Ensemble hat sich der Musik der Gegenwart in seiner ganzen stilistischen Bandbreite verschrieben. Seit seiner Gründung im Jahr 2000 hat es zahlreiche Werke uraufgeführt. Seine feste Spielstätte hat das Kammermusikensemble in der Casa da Música in Porto, regelmäßig gastiert es darüber hinaus auf internationalen Festivals für Neue Musik. Viele Dirigenten Neuer Musik, darunter Reinbert de Leeuw, Emilio Pomàrico und Stefan Asbury, arbeiten regelmäßig mit dem Remix Ensemble zusammen.
www.casadamusica.com

Rundel, Peter
Der Dirigent Peter Rundel gehört zu den führenden Spezialisten für die Musik der Avantgarde. Die tiefe Durchdringung komplexer Partituren sowie seine dramaturgische Kreativität haben Rundel zu einem gefragten Partner führender europäischer Ensembles gemacht, darunter das Klangforum Wien oder das Pariser Ensemble intercontemporain. Dazu arbeitet er mit vielen großen europäischen Orchestern wie dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Orquesta Nacional de España, vielen Rundfunkorchestern und Opernhäusern zusammen. Er blickt auf eine enorme Zahl an Uraufführungen zurück. Seit 2005 ist Peter Rundel Chefdirigent des in Porto ansässigen Remix Ensembles, das sich unter seiner Leitung in kurzer Zeit große Anerkennung erworben hat.
www.karstenwitt.com/peter-rundel

Trio Catch
Es gibt nur wenige Kammermusikensembles, die sich so konsequent der Neuen Musik widmen wie das Trio Catch, bestehend aus der Klarinettistin Boglárka Pecze, der Schweizer Cellistin Eva Boesch und der südkoreanischen Pianistin Sun-Young Nam. Die Suche nach dem gemeinsamen Klang und die unterschiedlichen Klangfarben der drei Instrumente virtuos auszuspielen, macht das spezielle Profil des Trios aus. Bei den Tagen für Neue Musik in Zürich sorgte das Trio bereits für Begeisterung, im Januar 2015 gab es sein Debütkonzert in der Kölner Philharmonie. Als »Rising Stars« der European Concert Hall Organisation ist das Trio Catch in der Saison 2015/2016 in Europas wichtigsten Konzerthäusern zu erleben – im Januar 2016 auch in der Hamburger Laeiszhalle.
www.triocatch.com

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