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Freitag, 20. November

17.30 Uhr/Foyer
 PUBLIC LISTENING 
Einführungsgespräch zum Public Listening »Kopernikus«

Frank Harders-Wuthenow Gespräch
Klaus Simon Gespräch
Sebastian Solte Gespräch

Mythen- und Sagengestalten wie der Zauberer Merlin, Mozarts Königin der Nacht, Tristan und Isolde, eine Hexe und ein blinder Prophet bevölkern Claude Viviers surreale Oper »Kopernikus«. Das Libretto, das Vivier selbst schrieb, öffnet teils auf Französisch, teils in einer frei erfundenen Kunstsprache eine Welt zwischen Realität und Fiktion. Viviers Botschaft: »Die Menschheit wird endlich ihren Platz wiederfinden; sie wird aufhören, um sich selbst zu kreisen, und sie wird die Unendlichkeit spüren, die sie umgibt.«

Zur Einführung in die komplexe Handlung und Klangwelt der Oper, die während des Festivals in Dauerschleife im Kampnagel Foyer zu hören sein wird, treffen sich drei ausgewiesene Vivier-Spezialisten.

Public Listening Täglich / Foyer
Claude Vivier: Kopernikus – Opéra-rituel de mort (62 min.)

Eintritt frei

Veranstaltungsdetails

Klaus Simon
Der Pianist, Dirigent und Musik-Bearbeiter Klaus Simon stammt aus Freiburg im Breisgau und ist dort als Künstlerischer Leiter der Holst-Sinfonietta sowie der Opera Factory Freiburg tätig, mit denen er sich vornehmlich der Musik des 20. Jahrhunderts widmet. Er studierte Musik, Germanistik und Geografie in Freiburg, unter anderem Dirigieren bei Hans Zender. Als Dirigent und Liedbegleiter legte er zahlreiche CD- und Rundfunkeinspielungen bei unterschiedlichen Labels sowie beim SWR, BR und hr vor. Seine Bearbeitungen erscheinen bei Universal Edition und Schott Music und haben in den letzten Jahren Einzug in die
Konzertsäle weltweit gefunden.

Sebastian Solte
Sebastian Solte ist als Produzent und Manager für Künstler und Projekte wie das Zafraan Ensemble, Opera Factory Freiburg, Klaus Simon, Yejin Gil und Samy Moussa tätig. Zudem lehrt er als Dozent für Kulturökonomie an der Hochschule für Musik und Theater München. Er absolvierte ein Studium der Diplom-Informationswirtschaft in Stuttgart, Cádiz und Barcelona als Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes, anschließend der Volks- und  Betriebswirtschaftslehre und Musikwissenschaft an der Humboldt Universität zu Berlin.

Frank Harders-Wuthenow
Frank Harders-Wuthenow, geboren 1962, studierte in Mainz und Hamburg Musikwissenschaft, Philosophie und Romanistik sowie Komposition an der Musikhochschule Hamburg. 1990 bis 1996 wirkte er als Musikdramaturg am Theater Bielefeld. Seit 1997 ist er bei Boosey & Hawkes / Bote & Bock Berlin, seit 2002 Leiter der Promotion-Abteilung des Verlages. Seine Schwerpunkte sind zeitgenössische Komponisten, historische Ausgaben sowie »verfemte Musik«.

 

 

17.30 Uhr/P1
 ELBPHILHARMONIE KOMPASS 
Schüler komponieren
Vorkonzert zu Local Heroes: Trio Catch

Musikprofilkurs 11 des Wilhelm-Gymnasiums
Vera Graf Musiklehrerin
Ivo Nowáck Komponist

Greatest Hits kümmert sich natürlich auch um den Nachwuchs: Im Rahmen des Projektes Klangradar 3000 betätigen sich Schüler des Hamburger Wilhelm-Gymnasiums als Jungkomponisten und präsentieren ihre Ergebnisse im Vorkonzert.

 

Eintritt frei

Veranstaltungsdetails

Klangradar 3000
»Klangradar 3000 – Schüler komponieren« wird gefördert durch die Behörde für Schule und Berufsbildung und Feldtmann Kulturell unter dem Dach der Hamburgischen Kulturstiftung. »Klangradar 3000 – Schüler komponieren« ist eine Kooperation des Landesmusikrats in der Freien- und Hansestadt Hamburg e.V. und Elbphilharmonie Kompass.

© Jann Wilken

© Jann Wilken

© Jann Wilken

© Jann Wilken

18.30 Uhr/KMH
 LOCAL HEROES 
Trio Catch

Trio Catch
Boglárka Pecze Klarinette
Eva Boesch Violoncello
Sun-Young Nam Klavier

Georges Aperghis: Trio
Vito Zuraj:  Chrysanthemum für Klarinette, Violoncello und Klavier
Michael Jarrell: Assonance III
Helmut Lachenmann: Allegro sostenuto

Die Reihe »Local Heroes« eröffnet das Trio Catch, das derzeit als »Rising Star« durch Europa tourt. Die drei Musikerinnen unterrichten seit 2014 an der Hamburger Musikhochschule. Besonders die zeitgenössische Musik liegt ihnen am Herzen – so zum Beispiel Helmut Lachenmann, der im Festivalmonat seinen 80. Geburtstag feiert.

Künstler-Publikumsbegegnung mit dem Trio Catch
19.30 Uhr/KMH

Veranstaltungsdetails

Trio Catch
Es gibt nur wenige Kammermusikensembles, die sich so konsequent der Neuen Musik widmen wie das Trio Catch, bestehend aus der Klarinettistin Boglárka Pecze, der Schweizer Cellistin Eva Boesch und der südkoreanischen Pianistin Sun-Young Nam. Die Suche nach dem gemeinsamen Klang und die unterschiedlichen Klangfarben der drei Instrumente virtuos auszuspielen, macht das spezielle Profil des Trios aus. Bei den Tagen für Neue Musik in Zürich sorgte das Trio bereits für Begeisterung, im Januar 2015 gab es sein Debütkonzert in der Kölner Philharmonie. Als »Rising Stars« der European Concert Hall Organisation (ECHO) ist das Trio Catch in der Saison 2015/2016 in Europas wichtigsten Konzerthäusern zu erleben – im Januar 2016 auch in der Hamburger Laeiszhalle.

Trio Catch © Yvonne Schmedemann

Trio Catch © Yvonne Schmedemann

20.00 Uhr/K2
 REMIX ENSEMBLE CASA DA MÚSICA 
Remix Ensemble Casa da Música • Peter Rundel

Remix Ensemble Casa da Música
Dirigent Peter Rundel

»Pink Velvet’s Bad Trip«
David Horne: Restless Feeling
Vítor Rua: Interstellar Overdrive Remix
***
Fausto Romitelli: Professor Bad Trip: Lesson III
Wolfgang Mitterer: go next

»Pink Velvet‘s Bad Trip« heißt das Programm des portugiesischen Remix Ensemble Casa da Música. Der Titel fasst die Stücke des Abends zusammen: Der ebenfalls aus Portugal stammende Komponist Vítor Rua ließ sich von den psychedelischen Klängen Pink Floyds zu einer spacigen Klangcollage inspirieren. »Velvet« spielt auf die experimentelle Rockband The Velvet Underground an, die David Horne in »Restless Feeling« reflektiert. Und auf einen »Bad Trip« begeben sich die Musiker mit Fausto Romitellis kompositorischer Verarbeitung eines Drogentrips.

Das Konzert wird mitgeschnitten und ist am 16. März 2016 auf NDR Kultur zu hören.

Einführungsgespräch mit Peter Rundel
19.00 Uhr/K2

Veranstaltungsdetails

Remix Ensemble Casa da Música
Das portugiesische Remix Ensemble hat sich der Musik der Gegenwart in seiner ganzen stilistischen Bandbreite verschrieben. Seit seiner Gründung im Jahr 2000 hat es zahlreiche Werke uraufgeführt. Seine feste Spielstätte hat das Kammermusikensemble in der Casa da Música in Porto, regelmäßig gastiert es darüber hinaus auf internationalen Festivals für Neue Musik. Viele Dirigenten Neuer Musik, darunter Reinbert de Leeuw, Emilio Pomàrico und Stefan Asbury, arbeiten regelmäßig mit dem Remix Ensemble zusammen.

Peter Rundel
Der Dirigent Peter Rundel gehört zu den führenden Spezialisten für die Musik der Avantgarde. Die tiefe Durchdringung komplexer Partituren sowie seine dramaturgische Kreativität haben Rundel zu einem gefragten Partner führender europäischer Ensembles gemacht, darunter das Klangforum Wien oder das Pariser Ensemble intercontemporain. Dazu arbeitet er mit vielen großen europäischen Orchestern wie dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Orquesta Nacional de España, vielen Rundfunkorchestern und Opernhäusern zusammen. Er blickt auf eine enorme Zahl an Uraufführungen zurück. Seit 2005 ist Peter Rundel Chefdirigent des in Porto ansässigen Remix Ensembles, das sich unter seiner Leitung in kurzer Zeit große Anerkennung erworben hat.

Peter Rundel © Henrik Jordan

Peter Rundel © Henrik Jordan

Remix Ensemble © Casa da Música / Pedro Lobo

Remix Ensemble © Casa da Música / Pedro Lobo

22.30 Uhr/K1
 ePhil extended 
Fennesz

Auch in diesem Jahr ist die Elektroreihe ePhil bei »Greatest Hits« in erweiterter Form zu erleben. Den Anfang macht der in Hamburg wohlbekannte Österreicher Fennesz, der nicht mehr als seine E-Gitarre und einen Laptop benötigt, um schimmernde musikalische Welten zu erschaffen.

Veranstaltungsdetails

Fennesz
Christian Fennesz erschafft mit Gitarre und Computer wirbelnde elektronische Klänge voll komplexer Musikalität. Seine großformatigen Kompositionen sind alles andere als sterile technische Experimente. Vielmehr greifen sie feine Stimmungen wie das Treiben von Insekten in einem Regenwald oder die Atmosphäre bei Naturereignissen teleskopisch auf. Jedes Stück ist durchdrungen von einem ganz eigenen Naturalismus. Christian Fennesz, der ehemalige Gitarrist der Independent Band Maische, begann bereits Mitte der 1990er Jahre als Solist computerbasierte elektronische Musik zu produzieren. 2001 gelang ihm der Durchbruch mit dem Album »Endless Summer«. Fennesz arbeitet regelmäßig in Kooperationen, gemeinsam mit Peter Rehberg und Jim O’Rourke bildet er das Trio Fenn O’Berg, mit Zeitblom gemeinsam das Duo Golden Tone und mit Christof Kurzmann die Formation Orchester 33 1/3. Darüber hinaus arbeitet er sowohl im Studio wie live mit dem japanischen Komponisten Ryūichi Sakamoto zusammen.

Christian Fennesz © Luís Martins

Christian Fennesz © Luís Martins

Fennesz

Fennesz – The Liar (Video)

Fennesz_live

Fennesz – live (Video)

 

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