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Samstag, 21. November

15.00 Uhr/K2
 ELBPHILHARMONIE KOMPASS 
Schüler komponieren: Abschlusskonzert

Schüler des Helmut Schmidt Gymnasiums,
der Lessing Stadtteilschule,
des Gymnasiums Lohbrügge,
des Gymnasiums Hochrad

In Zusammenarbeit mit den Komponisten
Sergio Vasquez
Benjamin Helmer
Goran Lazarevic
Carlos Rico

Klanglabor: »Spieglein, Spieglein an der Wand…«

Der Nachmittag ist der jüngsten Komponistengeneration gewidmet. Zunächst stellen im Rahmen des Musikvermittlungsprojekts »Klangradar 3000« Hamburger Schüler eigene Werke vor, die sie sich unter dem Motto »Spieglein, Spieglein an der Wand« mit Facebook, Selfie-Fotos und Schönheitswahn auseinandersetzen.

Eintritt frei

Veranstaltungsdetails

Klangradar 3000
»Klangradar 3000 – Schüler komponieren« wird gefördert durch die Behörde für Schule und Berufsbildung und Feldtmann Kulturell unter dem Dach der Hamburgischen Kulturstiftung. »Klangradar 3000 – Schüler komponieren« ist eine Kooperation des Landesmusikrats in der Freien- und Hansestadt Hamburg e.V. und Elbphilharmonie Kompass.

© Jann Wilken

© Jann Wilken

© Jann Wilken

© Jann Wilken

16.45 Uhr/KMH
 LOCAL HEROES 
Chiffren Ensemble • Johannes Harneit

Chiffren Ensemble
Dirigent Johannes Harneit

Valerio Sannicandro: Odi di Levante
Pelle Gudmundsen-Holmgreen: OG
Claude Vivier: Paramirabo
Matthias Ronnefeld: Christ ist erstanden

Bereits 2009 wurde in Kiel das Chiffren Ensemble ins Leben gerufen, eine Art schleswig-holsteinisches Landesjugendorchester für Moderne Musik, damals noch unter dem Namen »LandesJugendEnsemble Neue Musik Schleswig-Holstein«. Seit 2011 wird es von dem renommierten Komponisten und Dirigenten Johannes Harneit geleitet, der das Ensemble innerhalb kürzester Zeit zu einem der bemerkenswertesten Ensembles für Neue Musik machte. Im Rahmen des Festivals »Greatest Hits« präsentieren die Jungmusiker äußerst versiert und mit voller Konzentration ein Programm, das auch ein Werk von Claude Vivier einschließt.

Künstler-Publikumsbegegnung mit dem Chiffren Ensemble und Johannes Harneit
17.45 Uhr/KMH

Veranstaltungsdetails

Chiffren Ensemble
Das Chiffren Ensemble bietet seit 2009 jungen Musikern aus Schleswig-Holstein im Alter von 15 bis 25 Jahren die Möglichkeit, ihr Können auf dem Gebiet der zeitgenössischen Kammermusik zu erproben. Die künstlerische Leitung liegt in den Händen des Hamburger Dirigenten und Komponisten Johannes Harneit, unterstützt von weiteren Musikern aus dem Bereich der Neuen Musik wie Barbara Lüneburg und Burkhard Friedrich. Das Chiffren Ensemble hat sich in der kurzen Zeit seines Bestehens als ein bemerkenswertes Ensemble für Neue Musik qualifiziert und findet überregionale Beachtung. Einladungen führten das Ensemble bereits zu den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik Darmstadt und zum KLANG – Copenhagen Avantgarde Music Festival, auch in der Reihe »NDR das neue werk« und beim Deutschlandfunk war es bereits zu Gast. 2012 wurde dem Chiffren Ensemble der Kunstpreis des Landes Schleswig-Holstein verliehen. Für das Preisgeld vergab es einen Kompositionsauftrag an Hans-Joachim Hespos, der dafür sein neues Werk CON-fetti schrieb. Das Werk wurde am 4. August 2013 in Kiel uraufgeführt.

Johannes Harneit
Johannes Harneit ist Komponist, Dirigent und Pianist. Er war als Musikdirektor an der Staatsoper Hannover tätig, dirigierte u.a. an der Bayerischen Staatsoper München, am Bremer Theater sowie bei verschiedenen Rundfunkorchestern und ist ständiger Gastdirigent beim Kairo Symphony Orchestra. Seit Herbst 2003 ist Johannes Harneit zudem Chefdirigent der Sinfonietta Leipzig, im Mai 2006 debütierte er beim Ensemble Modern und seit 2006/2007 ist er Chefdirigent des Belgrader Nationaltheaters. Harneit erhielt zahlreiche Kompositionsaufträge, unter anderem von der Hamburgischen Staatsoper, der Alten Oper Frankfurt, den Stuttgarter Philharmonikern und dem Ensemble Scharoun sowie Einladungen nach Zürich, Basel und Berlin. Nach dem letzten großen Auftrag der Oper Leipzig, arbeitete Johannes Harneit an einer Oper für Kinder und Erwachsene (UA April 2015) und war in der Spielzeit 2014/2015 »Komponist für Heidelberg«. Mit seinen beiden Neuen Opern »Abends am Fluss« und »Hochwasser« (UA Februar 2015), die er selbst am Theater Heidelberg dirigiert, feiert Johannes Harneit derzeit überregionalen Erfolg.

Johannes Harneit © Johannes Harneit

Johannes Harneit © Johannes Harneit

Chiffren Ensemble © Sabrina Kolberg

Chiffren Ensemble © Sabrina Kolberg

18.00 Uhr/K1
 LOCAL HEROES 
L’Art pour L’Art • Matthias Kaul

L’Art pour L’Art
Matthias Kaul
Schlagzeug und Leitung

Matthias Kaul: Kafkas Heidelbeeren

Wenn sich jemand spielerisch dem bedeutungsschweren Ernst der Neuen Musik entzieht, dann Matthias Kaul. Der Hamburger Schlagzeuger und Komponist liebt es schräg: Seine Werke heißen »Pyropoetische Parkmusik für Ensemble und Feuerwerk« oder »Delikatessen für drei Spieler in einer Würstchenbude« – kein Wunder, dass ihm der Deutschlandfunk einen »Hang zum Abgedrehten« bescheinigte. Zu seinen persönlichen Greatest Hits zählt die Performance »Kafkas Heidelbeeren«, bei der die Sänger nicht nur Texte vortragen, sondern auch mit Kochtöpfen, Telefonhörern und Spielzeugautos hantieren.

Künstler-Publikumsbegegnung mit  Matthias Kaul  und dem Ensemble L’Art pour L’Art
19.15 Uhr/K1

Veranstaltungsdetails

Matthias Kaul
Matthias Kaul war zunächst Rock- und Jazzschlagzeuger, bevor er ein Percussion-Studium an der Hamburger Musikhochschule absolvierte. Er arbeitet eng mit einer Vielzahl an Musikern und Komponisten der zeitgenössischen Musik zusammen wie John Zorn, David Moss, Carla Bley, Malcolm Goldstein, Mauricio Kagel, Hans Werner Henze, Vinko Globokar and Joachim Hespos und brachte bisher über 300 Werke zur Uraufführung. Tourneen führten ihn durch Europa, Nord- und Südamerika, Afrika, Japan, Korea, Taiwan, Indien und Kanada. Matthias Kaul ist Gründungsmitglied des Ensembles L’Art pour L’Art. Darüber hinaus ist er als Komponist tätig und schreibt neben Solo- und Ensemblekompositionen Film- und Theatermusik sowie Hörspiele, Klanginstallationen und Auftragswerke für Festivals wie die Wittener Tage für neue Kammermusik, die Ferienkurse Darmstadt oder Rainy Days Luxemburg.

L’Art pour L‘Art
L’Art pour L‘Art gehört zu den ungewöhnlichsten Formationen für zeitgenössische Musik: 1983 von den Musikern Matthias Kaul (Schlagzeug/Komposition), Astrid Schmeling (Flöte) und Michael Schröder (Gitarre) gegründet, umfasst das Ensemble einen festen Kreis von zwölf Musikern, die je nach erforderlicher Besetzung in unterschiedlichen Konstellationen oder solistisch arbeiten. Das Ensemble nimmt die künstlerischen Erfordernisse der Zeit häufig vorweg und reflektiert immer aufs Neue den Sinn und die gesellschaftliche Relevanz des Kunstbegriffes »l’art pour l’art«. Diese kulturelle Auseinandersetzung führt über weltweite Konzerttätigkeiten, die Zusammenarbeit mit namhaften Komponisten auf internationaler Ebene, unzählige Ur- und Erstaufführungen, hochgelobte CD-Einspielungen und Rundfunkproduktionen im In- und Ausland immer wieder zu kontrastreichen Ansätzen: Kammermusik, inszenierte Konzerte und Musiktheater, Workshops, Outdoor-Projects, Improvisation, selten gespielte klassische Werke, die Kompositionsklasse L’Art pour L‘Art für Kinder und Jugendliche und viele weitere pädagogische Konzepte. L’Art pour L‘Art wurde mit Preisen der PwC-Stiftung, des Musiklandes Niedersachsen, mit dem Junge Ohren Preis, dem Preis der deutschen Schallplattenkritik 2012 und mit dem Echo Klassik 2012 ausgezeichnet.

L'Art pour l'Art © Achim Duwentäster

L’Art pour l’Art © Achim Duwentäster

Matthias Kaul © Maria Balabas

Matthias Kaul © Maria Balabas

19.15 & 21.15 Uhr/Meisterbude im Foyer
 Best of Greatest Hits 
Institut für angewandtes Halbwissen

Mit den Künstlern:
Benjamin van Bebber
Michael Rauter
Leonie Böhm
Leo Hofmann

»Best of Greatest Hits« unternimmt den gewagten Versuch, das ganze Festival in einer halben Stunde zu kondensieren. Dazu hat Benjamin van Bebber das »Institut für angewandtes Halbwissen« ins Leben gerufen, bestehend aus Musikern, Komponisten und anderen Künstlern. Unter interaktiver Einbeziehung des Publikums sucht dieses musiktheatralische Interventionsteam nach individuellen Hör-Höhepunkten und den größten Hits des Wochenendes.

Eintritt frei
Begrenzte Platzzahl (max. 20 Personen)

 

Veranstaltungsdetails

Benjamin van Bebber
Benjamin van Bebber (*1984) arbeitet als Regisseur, Dramaturg, Performer an den Grenzen von Musiktheater, Choreografie und Performance vor allem in Hamburg, Berlin und der Schweiz. Er studierte Theaterwissenschaft, Musikwissenschaft und Philosophie in Frankfurt am Main, anschließend Musiktheater-Regie in Hamburg. Seit 2010 ist er Teil des Künstler-Netzwerks cobratheater.cobra und arbeitet als freischaffender Regisseur u.a. zusammen mit Leo Hofmann, Franziska Henschel, Martin Grünheit und dem Solistenensemble Kaleidoskop.

20.00 Uhr/K6
 CLAUDE VIVIER – ENLIGHTENED CHILD 
Natalia Horecna • Bundesjugendballett • Ensemble Resonanz

Bundesjugendballett
Ensemble Resonanz
Jenny Daviet 
Sopran
Allison Cook
Mezzosopran
Rie Watanabe
Schlagwerk
Dirigent Jean-Michaël Lavoie

Natalia Horecna Choreografie
Christiane Devos
Bühne und Kostüm
Mario Ölsankar
Licht

»Claude Vivier – Enlightened Child«: Ein Tanztheater von Natalia Horecna
mit Werken von Claude Vivier: Wo bist Du Licht! / Bouchara / Zipangu

Ein »Enlightened Child«, ein »erleuchtetes Kind« sieht die Choreografin Natalia Horecna – lange Solistin am Hamburg Ballett – in dem kanadischen Komponisten Claude Vivier. Darin schwingt sowohl Viviers Herkunft als Findelkind mit als auch seine lebenslange Suche nach spiritueller Erhöhung, die sich in Werken wie der gleißenden Hölderlin-Vertonung »Wo bist Du Licht!« oder dem von einer Japan-Reise inspirierten »Zipangu« spiegelt. Aus Viviers Musik hat Horecna eine Art klingenden Lebensbogen gefügt, den das Bundesjugendballett mit dynamischer Bewegung erfüllt.

Einführungsgespräch
19.00 Uhr/K6

Veranstaltungsdetails

Natalia Horecna
Natalia Horecna studierte am Dance Conservatory Bratislava. Bereits während ihrer Ausbildung trat sie mit dem Slowakischen Nationaltheater auf. 1994 kam sie zum Hamburg Ballett und war dort als Solistin tätig. Nach einem Engagement am Scapino Ballet Rotterdam ist sie seit 2006 Mitglied des Nederlands Dans Theater. Seit 2007 arbeitet sie darüber hinaus als Ballettpädagogin und Choreografin. Für ihre Kreation »Contra Clockwise Witness« am Wiener Staatsballett wurde sie 2014 mit dem Taglioni European Ballet Award als »beste Nachwuchschoreografin« ausgezeichnet.

Ensemble Resonanz
Mit seiner einzigartigen Programmatik, Spielfreude und künstlerischen Qualität zählt das Ensemble Resonanz zu den führenden Kammerorchestern weltweit. In innovativen Programmen spannen die Musiker den Bogen von der Tradition zur Gegenwart. Die alte wie die zeitgenössische Musik gleichermaßen lebendig zu präsentieren ist dabei Leitgedanke und Motor. Enge künstlerische Partner des Ensembles sind Tabea Zimmermann und Jean-Guihen Queyras, die das Ensemble als Artist in Residence begleiteten, sowie Emilio Pomàrico, der ihnen in dieser Funktion zur Saison 2016/2017 folgen wird. Neben weiteren namhaften Solisten und Dirigenten arbeiten auch zahlreiche Komponisten wie Enno Poppe, Beat Furrer, Rebecca Saunders, Georg Friedrich Haas, Isabelle Mundry oder Georges Aperghis eng mit dem Ensemble zusammen. In Hamburg hat das Musikerkollektiv als Ensemble in Residence der Laeiszhalle mit großem Erfolg die Konzertreihe »Resonanzen« etabliert, die als Katalysator des Musiklebens nun in der 14. Saison Furore macht. Ab Januar 2017 wird die Residenz in der Elbphilharmonie fortgeführt, während die Heimat des Ensemble Resonanz mitten in St. Pauli, im frisch eröffneten resonanzraum im Bunker, bleibt. Innovative Musikvermittlungsprojekte und alternative Konzertformen wie die »Ankerangebote« und die Konzertreihe »urban string« sorgen für direkten Dialog mit dem Publikum und weisen den Weg in die Zukunft.

Das Bundesjugendballett
Das Bundesjugendballett ist am Ballettzentrum Hamburg beheimatet und  fördert ein Ensemble aus acht jungen, internationalen Tanztalenten. Unter der Leitung des weltweit erfolgreichen Choreografen John Neumeier bringt es den Tanz an ungewöhnliche Orte, die fernab von jeder herkömmlichen Ballettgeografie liegen. Inspiration erhält die junge Compagnie auch in der Zusammenarbeit mit Partnern aus den Bereichen Musik und Gesang. Das Bundesjugendballett ehrt die Vergangenheit mit der Einstudierung von Werken der Ballettgeschichte, erlebt die Gegenwart in der Arbeit mit zeitgenössischen Choreografen unterschiedlichen Alters und Stils und investiert in die Zukunft des Tanzes durch eigene Kreationen und die Förderung junger Choreografen.

Bundesjugendballett © Fotoregie: Marc Engenhart, Foto: Steffen Müller

Bundesjugendballett © Fotoregie: Marc Engenhart, Foto: Steffen Müller

Ensemble Resonanz © Tobias Schult

Ensemble Resonanz © Tobias Schult

22.00 Uhr/K2
 ePhil extended 
Marko Nikodijevic & Luka Kozlovački

»Decomposing Vivier«

Die Nacht gehört dann zwei serbischen Komponisten und Elektrokünstlern: Marko Nikodijevic und Luka Kozlovački. Beide arbeiten mit analogen und digitalen Synthesizern ebenso wie mit »echten« Musikern, etwa dem Ensemble Intercontemporain. Gerade für Nikodijevic ist Claude Vivier ein wichtiger Fixpunkt; über die Nacht seiner Ermordung durch einen jungen Prostituierten hat er sogar eine Kammeroper geschrieben. Aus Vivier-Samples und eigenen Ideen errichten die beiden ein Labyrinth aus Loops und Drones.

Veranstaltungsdetails

Marko Nikodijevic
Marko Nikodijevic wurde 1980 in Subotica, Serbien, geboren und studierte zwischen 1995 und 2003 in Belgrad Komposition bei Zoran Erić und Srdjan Hofman. Zusätzlich besuchte er Kurse und Vorlesungen in nonlinearer Mathematik und Physik. Nach seiner Ausbildung in der serbischen Hauptstadt führte ihn 2003 ein Kompositionsaufbaustudium bei Marco Stroppa an die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Kompositorisch nutzt Nikodijevic der Mathematik entlehnte Verfahren, verbindet traditionelle Instrumente mit digital generierten Klängen und greift auch Elemente des Techno und Pop auf. Sein Schaffen wurde mit Auszeichnungen im Rahmen vom International Young Composers Meeting Apeldoorn, Gaudeamus Music Week Amsterdam, der 3. Brandenburger Biennale und des UNESCO Rostrum of Composers honoriert. 2013 erhielt er einen der drei Komponisten-Förderpreise der Ernst von Siemens Musikstiftung, ein Jahr später wurde er mit dem Deutschen Musikautorenpreis in der Kategorie Nachwuchsförderung ausgezeichnet. 2014 kam während der Münchener Biennale seine Kammeroper »Vivier – Ein Nachtprotokoll« zur Uraufführung, die um Leben und Tod des Komponisten Claude Vivier kreist.

Luka Kozlovački
Luka Kozlovački sammelt gern Künstlernamen: Neben Ubildia, Blue Nidia, Vodina und Black Soup trat er unter verschiedenen Variationen der Buchstabenfolge L, F, U und C auf. Als Sammler ist ihm natürlich nur eine Welt der Soundmanipulation nicht genug: Er improvisiert sowohl mit analogen als auch mit digitalen Klängen. Diese präsentiert er europaweit und im November auch in Hamburg.

Marko Nikodijevic © Aleksandar Stanojevic

Marko Nikodijevic © Aleksandar Stanojevic

Luka Kozlovački © Kornelija Szabo

Luka Kozlovački © Kornelija Szabo

 

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