Ensemble Resonanz
Mit seiner einzigartigen Programmatik, Spielfreude und künstlerischen Qualität zählt das Ensemble Resonanz zu den führenden Kammerorchestern weltweit. In innovativen Programmen spannen die Musiker den Bogen von der Tradition zur Gegenwart. Die alte wie die zeitgenössische Musik gleichermaßen lebendig zu präsentieren, ist dabei Leitgedanke und Motor. Neben namhaften Solisten und Dirigenten arbeiten auch zahlreiche Komponisten wie Enno Poppe, Beat Furrer, Rebecca Saunders, Georg Friedrich Haas, Isabelle Mundry oder Georges Aperghis eng mit dem Ensemble zusammen. In Hamburg hat das Musikerkollektiv als Ensemble in Residence der Laeiszhalle mit großem Erfolg die Konzertreihe »Resonanzen« etabliert, die als Katalysator des Musiklebens Furore macht. In der Elbphilharmonie wird diese Residenz fortgeführt, während die Heimat des Ensemble Resonanz mitten auf St. Pauli, im resonanzraum im Bunker, bleibt. Innovative Musikvermittlungsprojekte und alternative Konzertformen wie die »Ankerangebote« und die Konzertreihe »urban string« sorgen für direkten Dialog mit dem Publikum und weisen den Weg in die Zukunft.

Ensemble Phace
Offenheit, Neugier aufs Experimentieren und höchster künstlerischer Anspruch prägen das künstlerische Wirken des österreichischen Ensembles Phace. Es gehört zu den innovativsten und vielfältigsten österreichischen Ensembles für zeitgenössische Musik und ist seit vielen Jahren international erfolgreich. Schwerpunkt des Ensembles ist die klassische, zeitgenössische Kammermusik; darüber hinaus reicht das weite künstlerische Spektrum von speziellen Konzertformaten über Musiktheaterproduktionen bis hin zu spartenübergreifenden Projekten mit Tanz, Theater, Performance, Elektronik, Video, DJs und Installationen. Mehr als 200 Auftragswerke wurden von den Musikern bereits uraufgeführt. Regelmäßig erweitert sich der aktive Kern des Ensembles um Gäste aus ganz unterschiedlichen Kunstdisziplinen. 1991 vom Dirigenten und Komponisten Simeon Pironkoff unter dem anfänglichen Namen ensemble on_line gegründet, gastiert Phace an bedeutenden Konzerthäusern wie dem Wiener Konzerthaus, der Philharmonie Luxembourg, dem Barbican Center London oder L’Auditori Barcelona.

Fischer, Johannes (*1981)
Neben seiner Tätigkeit als Dirigent, die Johannes Fischer mehr und mehr ausübt und für die er höchstes Lob erntet, ist er vor allem eines – Schlagzeuger. Fischer wird von der Presse als der Klangzauberer unter den Schlagzeugern gefeiert. Mit ungeahnter Leichtigkeit, impulsiver Spielfreude und Einfühlsamkeit berührt der vielseitige Künstler sein Publikum. Seine Auseinandersetzung mit Musik erfolgt nicht nur aus Sicht des Interpreten, sondern umfassender, auch als Komponist und improvisierender Instrumentalist. Immer wieder begibt er sich auf die Suche nach der Schnittstelle seiner unterschiedlichen Betätigungsfelder, wie eben das Dirigieren. In seinem Repertoire pflegt er die wichtigen Werke des 20./21. Jahrhunderts. Sein Instrumentarium umfasst unzählige Instrumente aus aller Welt, sowie Alltagsgegenstände, Selbstgebautes oder neu erfundene Instrumenten. Seine CD-Einspielungen wurden in der internationalen Fachpresse hochgelobt. Er erhielt als Schlagzeuger und Komponist zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien, darunter Preise beim Deutschen Musikwettbewerb und den 1. Preis sowie vier weitere Sonderpreise beim 56. Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München. Von 2006 bis 2014 unterrichtete Johannes Fischer am Conservatorio della Svizzera Italiana in Lugano. 2009 wurde er als Schlagzeugprofessor an die Musikhochschule Lübeck berufen.

Klangforum Wien
24 Musikerinnen und Musiker aus zehn Ländern verkörpern im Klangforum Wien eine künstlerische Idee und eine persönliche Haltung, die ihrer Kunst zurückgeben, was ihr im Verlauf des 20. Jahrhunderts allmählich und fast unbemerkt verloren gegangen ist: einen Platz in ihrer eigenen Zeit, in der Gegenwart und in der Mitte der Gemeinschaft, für die sie komponiert wird und von der sie gehört werden will. Seit seinem ersten Konzert 1985 unter Leitung seines Gründers Beat Furrer hat das Klangforum Wien unversehens ein Kapitel Musikgeschichte geschrieben. Mehr als 500 Werke von Komponisten aus drei Kontinenten hat es uraufgeführt. Das Klangforum Wien könnte auf eine Diskografie von mehr als 70 CDs, auf eine Reihe von Preisen und Auszeichnungen und auf 2000 Auftritte in den erstklassigen Konzert- und Opernhäusern Europas, Amerikas und Japans, bei den großen Festivals ebenso wie bei jungen engagierten Initiativen zurückblicken – wenn das Zurückblicken denn seine Sache wäre.

NDR Elbphilharmonie Orchester
Gegründet wurde das NDR Elbphilharmonie Orchester im Jahr 1945 als Orchester des NWDR. Seine Gründung stand im Zeichen des geistigen und kulturellen Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg. Als erster Chefdirigent prägte Hans Schmidt-Isserstedt über ein Vierteljahrhundert lang das künstlerische Profil des Orchesters; später erreichte die 20-jährige intensive Zusammenarbeit mit Günter Wand eine ähnliche Bedeutung wie diese Ära. Wand, seit 1982 Chefdirigent und seit 1987 Ehrendirigent auf Lebenszeit, festigte das internationale Renommee des Orchesters. Insbesondere seine Maßstab setzenden Interpretationen der Sinfonien von Johannes Brahms und Anton Bruckner wurden dabei zur künstlerischen Visitenkarte des Ensembles. 1998 wurde Christoph Eschenbach in die Position des Chefdirigenten berufen, 2004 setzte Christoph von Dohnányi die Reihe namhafter Chefdirigenten fort. Seit 2011 verantwortet in dieser Position Thomas Hengelbrock die Fortschreibung der Geschichte des Orchesters. Er wird dessen Profil als eines der führenden Konzertorchester des 21. Jahrhunderts weiter ausbauen. Als Erster Gastdirigent steht ihm seit 2016 Krzysztof Urbański zur Seite.

Neuwirth, Olga (*1968)
Olga Neuwirth gehört zu den wichtigsten Komponistinnen unserer Zeit. Impulse für ihre Arbeit zieht sie aus Literatur, Film, Wissenschaft oder Gesellschaftspolitik. Ihr umfangreicher Werkkomplex besteht aus großen Orchesterstücken, Musiktheater-, Ensemble-, Solo- und Kammermusikwerken, Radio- und Filmmusik, aber auch aus Texten, Fotografien, Experimental- und Trickfilmen sowie aus zwei Büchern. Die intensive Auseinandersetzung mit anderen Kunstgattungen wird in vielen ihrer Werke deutlich und führt immer wieder zu erfolgreichen Kooperationen mit Künstlerinnen und Künstlern anderer Sparten. Insbesondere mit der Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek verbindet sie seit fast drei Jahrzehnten eine kontinuierliche Zusammenarbeit, die bereits mehrere Musiktheaterwerke, Hörstücke und Kurzfilme hervorgebracht hat.

Wiegers, Bas (*1974)
Der Niederländer Bas Wiegers studierte Violine und Dirigieren an den Konservatorien in Amsterdam und Freiburg. Als Violinist deckt er ein breites musikalisches Spektrum von Alter bis zu Neuer Musik ab. Auch als Dirigent erarbeitete Wiegers sich den Ruf eines exzellenten Interpreten besonders für Neue Musik. Wiegers arbeitet häufig, wie auch bei diesem Konzert, mit dem Klangforum Wien zusammen. Dabei stehen dann Werke von Harrison Birtwistle, Georg Friedrich Haas und Arnold Schönberg auf dem Programm.

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