Donnerstag, 17. November 

18:30 Uhr / K2

Gesprächskonzert zur Eröffnung

Im Gespräch
Cédric Pescia Pianist

Calder Quartet
Benjamin Jacobson Violine
Andrew Bulbrook Violine
Jonathan Moerschel Viola
Eric Byers Violoncello

Morton Feldman: Stuctures for String Quartet
Pierre Boulez: Le livre V aus »Livre pour quatuor«

Berühmtheit erlangte Morton Feldman insbesondere für seine selbst erfundene grafische Notation, die dem Interpreten größte Freiheit lässt. Als Auftakt zum Greatest Hits Eröffnungskonzert lässt das Calder Quartet Feldman direkt auf Pierre Boulez treffen.

Eintritt frei

Veranstaltungsdetails

Calder Quartet
1998 an der University of Southern California gegründet und benannt nach dem amerikanischen Bildhauer Alexander Calder hat sich das Calder Quartet vor allen Dingen der Neuen Musik verschrieben. Ihrem Anspruch, die Vision des Komponisten umzusetzen und zu vermitteln, werden die vier Musiker in der Zusammenarbeit mit vielen zeitgenössischen Komponisten gerecht. Dazu gehören junge aufstrebende Komponisten und Größen wie Terry Riley, David Lang, Thomas Adès und Péter Eötvös. Neben klassischer Musik begeistert sich das Quartett auch für Rockmusik und hat bereits einige Soundtracks für Film und Fernsehen eingespielt.

Calder Quartet © Autumn de Wilde

Calder Quartet © Autumn de Wilde

19:30 Uhr / K6

ERÖFFNUNGSKONZERT

Ensemble intercontemporain
Jean-Christophe Vervoitte Horn
Clément Saunier Trompete
Dirigent Matthias Pintscher

Matthias Pintscher: Sonic Eclipse
***
Pierre Boulez: Sur Incises

Pierre Boulez, der Anfang des Jahres im Alter von 90 Jahren verstarb, war einer der kühnsten und kompromisslosesten Künstler der Avantgarde. Das spiegelte sich einerseits in Meisterwerken wie dem späten »Sur Incises«, das mathematische Komplexität mit einem ungeheuren Reichtum an Klangfarbenpracht verbindet. Andererseits in der Gründung von Institutionen wie dem Ensemble intercontemporain, das viele seiner Stücke uraufführte. Boulez‘ jüngster  Nachfolger an dessen Pult ist der aktuelle Elbphilharmonie-Residenzkünstler Matthias Pintscher, der ebenfalls als hoch-origineller Komponist und charismatischer Dirigent von sich reden macht.

Gefördert durch die Ernst von Siemens Musikstiftung.

Tickets € 25

Veranstaltungsdetails

Matthias Pintscher
Matthias Pintscher betrachtet das Komponieren und das Dirigieren als komplementäre Sphären seiner Kunst. Studiert hat er bei Giselher Klebe und Manfred Trojahn, aber auch Musikerpersönlichkeiten wie Péter Eötvös, Helmut Lachenmann, Pierre Boulez und Hans Werner Henze haben Matthias Pintscher geprägt und gefördert. Für seine Werke, von der Kammermusik bis zur Oper, wurde er vielfach ausgezeichnet. Als Dirigent arbeitet Matthias Pintscher regelmäßig mit bedeutenden Orchestern und Ensembles in Europa und den USA zusammen. Sein Repertoire umfasst vor allem Werke des 19. und 20. Jahrhunderts, mit Schwerpunkten auf französischer Musik, dem Schaffen Anton Bruckners und der Zweiten Wiener Schule. Seit 2013 ist Matthias Pintscher musikalischer Leiter des Pariser Ensemble intercontemporain.

Ensemble intercontemporain
Das Ensemble intercontemporain wurde 1976 von dem Komponisten und Dirigenten Pierre Boulez gegründet und ist seitdem eines der weltweit wichtigsten Ensembles für zeitgenössische Musik. Seit Januar 2015 ist es in der im gleichen Jahr neu eröffneten Philharmonie de Paris beheimatet. Unter der Leitung von Matthias Pintscher arbeiten die derzeit 31 Musiker eng mit verschiedenen Komponisten zusammen. Dabei verbinden sie Musik, Tanz, Theater, Film, Video und visuelle Künste miteinander. Der Fokus des Ensembles liegt klar auf der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. Durch seine Kollaboration mit IRCAM (Institut de Recherche et Coordination Acoustique/Musique) ist das Ensemble intercontemporain auch in der synthetischen Klangerzeugung aktiv.

Matthias Pintscher © Felix Broede

Matthias Pintscher © Felix Broede

Soundcloud: Ensemble intercontemporain - Sur Incises

Soundcloud: Ensemble intercontemporain – Sur Incises

22 Uhr / K2
SONATAS AND INTERLUDES

Cédric Pescia Klavier

John Cage: Sonatas and Interludes

Musik – das konnte in den Augen bzw. Ohren von John Cage alles sein, auch Geräusche wie Staubsaugerbrummen oder Wasserplätschern, sogar totale Stille. Als erster Komponist überhaupt verwendete er in seinen »Sonatas and Interludes« aus den 40er Jahren ein »präpariertes« Klavier, zwischen dessen Saiten er Nägel, Schrauben und Radiergummis klemmte, um möglichst originelle Klänge zu erzeugen. Der Schweizer Pianist Cédric Pescia hat kürzlich eine gefeierte Aufnahme des Zyklus vorgelegt und präsentiert ihn nun live auf Kampnagel.

Tickets € 12

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Cédric Pescia
Der in Lausanne geborene Pianist Cédric Pescia hat neben seiner Solo-Karriere die Liebe zur Kammermusik entdeckt. So ist er Gründungsmitglied und künstlerischer Leiter der Lausanner Kammermusikreihe »Ensemble enScène«. Außerdem verbindet ihn eine langjährige künstlerische Zusammenarbeit mit der Geigerin Nurit Stark. Als Solist arbeitete Pescia u.a. mit dem Orchestre de la Suisse Romande, dem Orchestre de Chambre de Lausanne, den Festival Strings Luzern, dem Göttinger Symphonie Orchester und der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern zusammen.

Cédric Pescia © Uwe Neumann

Cédric Pescia © Uwe Neumann

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