Mittwoch, 1. November 

18:30 Uhr / P1

Symphony Device

Tempo Reale Live-Elektronik
Francesco Canavese, Francesco Casciaro, Francesco Giomi, Damiano Meacci Dramaturgie, Komposition, Technik
Leonardo Rubboli, Francesco Perissi Mitarbeit
Produktion La Biennale di Venezia, Temmpo Reale

Tempo Reale: Symphony Device / Klangtheater für Vorrichtungen

Eine originelle, live bespielte Klanginstallation umrahmt die Eröffnung des Festivals »Greatest Hits«. Dazu hat das einst von Luciano Berio gegründete Musikforschungszentrum Tempo Reale in Florenz diverse Haushaltsgeräte zu einem »Symphony Device« zusammengebastelt. Zum Einsatz kommen neben Mixern und Staubsaugern auch altertümliche Apparate wie ein surrender Nadeldrucker und ein Oldschool-Telefon mit Wählscheibe.

Tickets €9

Veranstaltungsdetails

Video: Tempo Reale – Symphony Device

Video: Tempo Reale – Symphony Device

Tempo Reale »Symphony Device«

Tempo Reale »Symphony Device« © Andrea Avezzu

Tempo Reale »Symphony Device«

Tempo Reale »Symphony Device« © Andrea Avezzu

Tempo Reale

Tempo Reale »Symphony Device« © Andrea Avezzu

20 Uhr / K6

Eröffnungskonzert

Klangforum Wien
Vera Fischer Flöte
Olivier Vivarès Klarinette
Peter Böhm Klangregie
Markus Urban Klangregie
Dirigent Peter Eötvös

Peter Eötvös: Shadows
Peter Eötvös: Sonata per sei
***
Peter Eötvös: Chinese Opera

»Ich schreibe für das Publikum, nicht für die Schublade«, sagt der ungarische Komponist Peter Eötvös über sich und seine Musik. Und das hört man – im allerbesten Sinne. Denn seine Werke sind so eingängig wie klangsinnlich und sorgen auch außerhalb der Neue-Musik-Szene für Begeisterung. Etwa in Hamburg, wo seine Opern »Tri Sestri« (2000), »Angels In America« (2005) und »Senza sangue« (2016) an der Staatsoper gefeiert wurden.

Obwohl Eötvös einst mit berühmten Kollegen wie Stockhausen und Boulez zusammenarbeitete, hat er sich nie einer musikalischen Schule oder Strömung angeschlossen, sondern setzt auf eine individuelle, authentische Klangsprache. Den direkten Zugang zum Publikum sucht und findet er auch als Dirigent, weshalb er bei seinem großen Portraitkonzert zur Eröffnung von Greatest Hits selbst ans Pult tritt. Zusammen mit den renommierten Spezialisten vom Klangforum Wien bringt er gleich drei eigene Werke zur Aufführung. Im Zentrum steht das Orchesterstück »Chinese Opera« von 1986 das durch seine Klangfarben quasi zu einer »Oper zum sehenden Hören« (Peter Szendy) wird.

Gefördert durch die Ernst von Siemens Musikstiftung

Tickets €25

Veranstaltungsdetails

Peter Eötvös
Der aus Ungarn stammende Komponist, Dirigent und Professor ist einer der gefragtesten Interpreten und Kenner der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. Er wurde 1944 in Transsylvanien geboren und erhielt sein Kompositionsdiplom an der Budapester Musikakademie und sein Dirigentendiplom an der Musikhochschule Köln. Seine Kompositionen werden weltweit von renommierten Klangkörpern und Opernhäusern aufgeführt. Seinen großen Opernerfolg mit »Drei Schwestern« konnte er mit »Le Balcon«, »Angels in America«, »Love and Other Demons«, »Lady Sarashina« und mit »Tragödie des Teufels« fortsetzen. Zwischen 1968 und 1976 war Eötvös Mitglied des Stockhausen Ensembles. 1978, einer Einladung Pierre Boulez’ folgend, dirigierte er das Eröffnungskonzert des IRCAM in Paris, und wurde zum Musikdirektor des Ensemble Intercontemporain ernannt, einen Posten, den er bis 1991 beibehielt. In der Saison 2017/18 ist er Residenzkünstler der Elbphilharmonie.

Klangforum Wien
24 Musikerinnen und Musiker aus zehn Ländern verkörpern im Klangforum Wien eine künstlerische Idee und eine persönliche Haltung, die ihrer Kunst zurückgeben, was ihr im Verlauf des 20. Jahrhunderts allmählich und fast unbemerkt verloren gegangen ist: einen Platz in ihrer eigenen Zeit, in der Gegenwart und in der Mitte der Gemeinschaft, für die sie komponiert wird und von der sie gehört werden will. Seit seinem ersten Konzert 1985 unter Leitung seines Gründers Beat Furrer hat das Klangforum Wien unversehens ein Kapitel Musikgeschichte geschrieben. Mehr als 500 Werke von Komponisten aus drei Kontinenten hat es uraufgeführt. Das Klangforum Wien könnte auf eine Diskografie von mehr als 70 CDs, auf eine Reihe von Preisen und Auszeichnungen und auf 2000 Auftritte in den erstklassigen Konzert- und Opernhäusern Europas, Amerikas und Japans, bei den großen Festivals ebenso wie bei jungen engagierten Initiativen zurückblicken – wenn das Zurückblicken denn seine Sache wäre.

Peter Eötvös

Peter Eötvös © Marco Borggreve

Klangforum Wien

Klangforum Wien © Claudia Prieler

22:30 Uhr / P1

Symphony Device

Tempo Reale Live-Elektronik
Konzept, Regie Francesco Canavese
Konzept, Regie Francesco Casciaro
Konzept, Regie Francesco Giomi
Konzept, Regie Damiano Meacci
Leonardo Rubboli Technische Zusammenarbeit
Francesco Perissi Technische Zusammenarbeit

Tempo Reale: Symphony Device / Sound Theatre for Machines

Zum Abschluss des ersten Tages erklingt nochmal »Symphony Device«: In dem als »Klangtheater« bezeichneten Projekt führen die Elektrokünstler des einst von Luciano Berio in Florenz gegründeten Musikzentrums Tempo Reale eine moderne und äußerst spezielle Sinfonie auf. Denn statt eines klassischen Orchesters kommen auf der Bühne diverse technische Apparate zum Einsatz – darunter ein Drucker, ein Oldschool-Telefon mit Wählscheibe und Scanner.

Tickets €9

Veranstaltungsdetails

Video: Tempo Reale – Symphony Device

Video: Tempo Reale – Symphony Device

Tempo Reale »Symphony Device«

Tempo Reale »Symphony Device« © Andrea Avezzu

Tempo Reale »Symphony Device«

Tempo Reale »Symphony Device« © Andrea Avezzu

Tempo Reale

Tempo Reale »Symphony Device« © Andrea Avezzu

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