Donnerstag, 2. November 

18:30 Uhr / K4

Tempus ex machina

Elbtonal Percussion

Gérard Grisey: Tempus ex machina
und weitere Werke

Rhythmisch beginnt der zweite Festival-Tag: Tempus ex machina ist eine Studie über den Aufbau und Zerfall von Rhythmen. Im Werk des französischen Komponisten Gérard Grisey werden wie aus dem Nichts kommend verschiedene Tempi übereinander gelegt, Patterns werden zu Trillern bis das Ohr sie schließlich nur noch als Fläche wahrnimmt. Die Schlagwerker des Hamburger Ensemble ElbtonalPercussion runden den Abend mit weiteren Werken von Grisey ab.

Tickets €9

Veranstaltungsdetails

Elbtonal Percussion
Die vier treffsicheren Schlagwerker aus Hamburg beherrschen den kreativen Crossover aus Klassik, Jazz und Weltmusik wie kaum eine andere Formation hierzulande. Mit ihrem beeindruckenden Instrumentarium aus Trommeln, Becken und Gongs aus aller Welt, Marimba- und Vibraphonen begeistert Elbtonal Percussion durch mitreißende Dynamik und stilistische Vielfalt. Elbtonal Percussion tourt seit 1996 durch die Länder, gab über 1000 Konzerte und wurde auf zahlreiche, renommierte Festivals eingeladen. Konzertreisen führten das Quartett durch ganz Europa und wiederholt nach Asien, u.a. zum größten Percussion-Festival Chinas in das Nationaltheater Peking und nach Shanghai, wo sie auf der Expo 2010 die Stadt Hamburg als Kulturbotschafter repräsentierten.

Elbtonal Percussion

Elbtonal Percussion © 2VISTA

Gérard Grisey

Gérard Grisey © Guy Vivien

20 Uhr / K2

Harry Partch

Ensemble Musikfabrik

Simon Steen-Andersen: Korpus
Helge Sten: Sow your Gold in the White Foliated Earth
Harry Partch: Ring around the Moon – A Dance Fantasm for Here and Now
Phillip Sollmann: Monophonie

Harry Partch, amerikanischer Komponist und Erfinder, versuchte Anfang des 20. Jahrhunderts als einer der ersten, die Musik aus ihrem traditionellen Zwölftonsystem zu lösen. Er interessierte sich für die Zwischentöne, um etwa die Melodie einer Sprechstimme auf Instrumenten wiedergeben zu können. Ab 1923 entwickelte er ein System mit 43 Tonschritten pro Oktave statt der konventionellen 12 und baute auch gleich die passenden Instrumente, um seine mikrotonalen Werke aufzuführen.

Das Kölner Ensemble Musikfabrik macht sich mithilfe von originalgetreuen Nachbauten von Partchs Instrumentarium auf die Spuren des Komponisten – und bringt seine Musik in die Gegenwart: Neben einer Original-Komposition von Partch präsentieren sie einige neue Werke, die Komponisten in den letzten Jahren für Partch-Instrumente schrieben, darunter etwa Monophonie des Berliner DJ und Techno-Produzenten Philipp Sollmann.

Dieses Programm wurde im Rahmen von Campus Musikfabrik durch die Kunststiftung NRW gefördert. Phillip Sollmanns Monophonie wurde gefördert mit Mitteln des Hauptstadtkulturfonds Berlin und ist eine Koproduktion mit der Ruhrtriennale – Festival der Künste.

Tickets €25

Veranstaltungsdetails

Harry Partch

Ensemble Musikfabrik
Das Ensemble Musikfabrik nimmt seinen Namen sehr wörtlich: Neue, unbekannte, in ihrer medialen Form ungewöhnliche und oft erst eigens in Auftrag gegebene Werke sind sein vorrangiges Produktionsfeld. Dabei fühlt es sich besonders der künstlerischen Innovation verpflichtet. Seit seiner Gründung 1990 zählt das in Köln beheimatete Ensemble Musikfabrik zu den führenden Klangkörpern der zeitgenössischen Musik. Die Auseinandersetzung mit modernen Kommunikationsformen und experimentellen Ausdrucksmöglichkeiten im Musik- und Performance-Bereich ist ihnen ein zentrales Anliegen. Interdisziplinäre Projekte mit Live-Elektronik, Tanz, Theater, Film, Literatur und bildender Kunst gehören ebenso zum Programm wie Gesprächskonzerte und das Experimentieren mit Konzertformaten, die das Publikum stärker integrieren. Die Gästeliste des Ensembles ist so lang wie prominent besetzt: Sie reicht von Mark Andre und Stefan Asbury über Sir Harrison Birtwistle, Unsuk Chin, Péter Eötvös, Brian Ferneyhough, Mauricio Kagel und Helmut Lachenmann bis zu Mouse on Mars, Carlus Padrissa (La Fura dels Baus), Emilio Pomàrico, Enno Poppe, Wolfgang Rihm und Sasha Waltz.

Harry Partch

Harry Partch © Klaus Rudolph

Ensemble Musikfabrik

Ensemble Musikfabrik © Jonas Werner-Hohensee

Simon Steen-Andersen

Simon Steen-Andersen

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