Samstag, 19. November 

11 und 15 Uhr / P1

FÜR KINDER AB 5 JAHREN: A HOUSE FULL OF MUSIC

Wiener Taschenoper
Martin Bermoser Clown / Performance
Marie-Christine Friedrich Stille
Michael Tiefenbacher Klavier

John Cage: A House full of Music

Was ist Geräusch? Was ist Musik? Fragen wie diese beschäftigten den Kreativkopf John Cage. Dank der Wiener Taschenoper können Kinder ab fünf Jahren ganz in die Gedankenwelt des Komponisten eintauchen, denn in »A House Full of Music« gehen zwei Schauspieler und ein Pianist auf eine abenteuerliche Klangreise.

Tickets € 9

Veranstaltungsdetails

Die Wiener Taschenoper
Oper hat Tradition – gerade in Wien. Tradition heißt auch, das Verständnis für diese Kunstform an zukünftige Generationen weiterzugeben. Die Wiener Taschenoper hat es sich zum Ziel gemacht, gerade Kindern die Möglichkeit zu geben, Oper zu erleben. Ausgestattet mit einem entsprechenden kulturpolitischen Auftrag produziert die Wiener Taschenoper in den Jahren 2014 bis 2017 ausschließlich Opern für Kinder. Dafür vergibt sie Aufträge an Komponisten – für neue Werke ebenso wie für musikalische Bearbeitungen und den Remix bestehender Opernliteratur. In der szenischen Umsetzung ihrer Produktionen bezieht die Wiener Taschenoper alle heute zur Verfügung stehenden Medien mit ein: Elektronik, Video, Zeitgenössischen Tanz und Pyrotechnik.

Wiener Taschenoper © Pia Clodi

Wiener Taschenoper © Pia Clodi

16:30 Uhr / K2

REISE21 – KLANGRADAR 3000

Schüler des Friedrich-Ebert-Gymnasiums, der Albert Schweitzer Stadtteileschule, der Stadtteilschule Meiendorf und der Stadtteilschule Langbardheide komponieren

Goran Lazarevic, Benjamin Helmer, Carlos Rico, Dario Quinones Komponisten
Jan Peters, Lone Baumann, Hendrikje Witt, Julia Langguth Musiklehrer

Während der Vormittag des dritten Festivaltags ganz für Kinder gestaltet ist, gehört der Nachmittag den Schülern. Im Rahmen des Projekts Klangradar 3000 beschäftigten sich Hamburger Schüler mit John Cage und ließen sich zu einer eigenen Komposition inspirieren, die sie im Vorkonzert selbst präsentieren.

Eintritt frei

Veranstaltungsdetails

Klangradar 3000
Klangradar eröffnet Schülern die einzigartige Möglichkeit, im Rahmen ihres Schulalltags experimentelle und zeitgenössische Musik auf interaktive Weise zu entdecken. Unter Anleitung von Komponisten und Musikern erfahren die Schülerinnen und Schüler beim Komponieren die eigenen kreativen Fähigkeiten. Jede Klangradar-Komposition lehnt sich dabei an ein Konzert an, in dessen Vorfeld die neu entstandenen Werke präsentiert werden.

Klangradar © Claudia Höhne

Klangradar © Claudia Höhne

Klangradar © Claudia Höhne

Klangradar © Claudia Höhne

18 Uhr / K6

NDR CHOR

NDR Chor
Andra Darzins Viola
Sönke Schreiber Schlagwerk
Thomas Cornelius Celesta
Leitung Philipp Ahmann

Morton Feldman: Rothko Chapel
Julian Anderson: Four American Choruses
John Cage: Four2

»Rothko Chapel« heißt eine interkonfessionellen Kapelle in Houston, die ihren Namen den raumfüllenden Gemälden Mark Rothkos verdankt. Morton Feldman erkundete das Verhältnis zwischen Musik und Malerei mit großer Konsequenz und erhielt wichtige Anregungen von Vertretern der New York School des Abstrakten Realismus wie Jackson Pollock, Willem de Kooning und Mark Rothko. Für die Eröffnung der Kapelle 1971 schuf er ein musikalisches Äquivalent zu Rothkos Arbeiten, das die meditative Atmosphäre des Ortes ebenso reflektiert wie die dunkel changierenden Farbflächen der Gemälde. John Cages spätes Werk »Four2« ist eine abstrakte, spirituelle und zugleich witzige Improvisation über die sechs Buchstaben im Namen des US-Bundesstaates Oregon und Julian Anderson vertonte vier populäre amerikanische Choräle aus dem 19. Jahrhundert.

Tickets € 18

Veranstaltungsdetails

NDR Chor
1946 gegründet, ist der NDR Chor heute einer der führenden professionellen Kammerchöre Deutschlands. Seit August 2008 hat Philipp Ahmann die künstlerische Verantwortung für das Ensemble. Neben Konzertauftritten und Rundfunkaufnahmen vor allem mit Ensembles des NDR und als Partner aller anderen ARD-Chöre und -Sinfonieorchester liegt der Schwerpunkt der Arbeit des NDR Chors heute besonders auf der Auseinandersetzung mit anspruchsvoller A-cappella-Literatur aller Epochen.

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NDR Chor © Michael Müller

Philipp Ahmann © Steven Haberland

Philipp Ahmann © Steven Haberland

19:30 Uhr / K6

ENSEMBLE RESONANZ

Ensemble Resonanz
Gareth Davies Klarinette
Elliott Sharp E-Gitarre
Dirigent Christoph Altstaedt
Boyds Elektro Gitarren Orchester
Robert Engelbrecht E-Gitarre
Markus Lipka E-Gitarre
Fiona McKenzie E-Gitarre
Johann Popp E-Gitarre
Jim Sudmann E-Gitarre
Geka Winkler E-Gitarre
Stefan Link E-Bass
Dirigent Jan Feddersen

James Tenney: For Ann (rising)
Pauline Oliveiros: Out of the Dark
James Tenney: Septet für sechs E-Gitarren und E-Bass
James Tenney: For 12 Strings (rising)
***
John Cage: Quartets I-VIII / Version für 24 Instrumente
***
Elliott Sharp: Oceanus procellarum (Uraufführung)

Einen Querschnitt durch die jüngere amerikanische Musikgeschichte präsentiert das Ensemble Resonanz mit Unterstützung durch sieben (!) E-Gitarristen. In einem dreiteiligen Konzertprogramm entfalten die Musiker ein akustisches Panorama, das mit puren elektronischen Sounds beginnt und sich langsam zum vollen Orchesterklang öffnet. Am Schluss steht der Feldman-Schüler Elliott Sharp, der zwischen Neuer Musik, Jazz und Rock changiert.

Tickets € 18

Veranstaltungsdetails

Ensemble Resonanz
Mit seiner einzigartigen Programmatik, Spielfreude und künstlerischen Qualität zählt das Ensemble Resonanz zu den führenden Kammerorchestern weltweit. In innovativen Programmen spannen die Musiker den Bogen von der Tradition zur Gegenwart. Die alte wie die zeitgenössische Musik gleichermaßen lebendig zu präsentieren, ist dabei Leitgedanke und Motor. In Hamburg hat das Musikerkollektiv als Ensemble in Residence der Laeiszhalle mit großem Erfolg die Konzertreihe »Resonanzen« etabliert, die als Katalysator des Musiklebens nun in der 14. Saison Furore macht. Ab Januar 2017 wird die Residenz in der Elbphilharmonie fortgeführt, während die Heimat des Ensemble Resonanz mitten in St. Pauli, im frisch eröffneten resonanzraum im Bunker, bleibt. Innovative Musikvermittlungsprojekte und alternative Konzertformen wie die »Ankerangebote« und die Konzertreihe »urban string« sorgen für direkten Dialog mit dem Publikum und weisen den Weg in die Zukunft.

Boyds Elektro Gitarren Orchester
Boyds Elektro Gitarren Orchester (BEGO) wurde im Oktober 2009 als Seitenprojekt des Komponistenkollektivs Nelly Boyd gegründet. Das Orchester greift auf einen mittlerweile großen Pool von Musikern zurück, um neue eigene Kompositionen sowie klassische Werke in wechselnden Besetzungen von bislang bis zu zwölf E-Gitarren, E-Bass und Schlagzeug aufzuführen. Die Musiker stammen aus verschiedenen musikalischen Szenen und finden überwiegend nur bei BEGO-Auftritten zusammen. BEGO spielt minimalistische, soundorientierte Musik. Die Gitarren bauen dabei einen dichten Klangteppich voller Obertöne auf. Entscheidend ist dabei bei vielen Stücken auch die spezielle chorige Stimmung der Gitarren (mehrere Saiten werden auf einen Ton gestimmt).

Elliott Sharp
Elliott Sharp ist ein Pionier im Gebrauch von PCs in Live-Performances. So nutzt er zum Beispiel schon seit den 70er Jahren Algorithmen für seine experimentellen Kompositionen. An der University of Buffalo studierte er Physik, Komposition, Musikethnologie und Improvisation, unter anderem bei Morton Feldman. In jungen Jahren spielte Sharp Klavier und Klarinette, stieg dann aber später auf die Gitarre als sein Hauptinstrument um. Inzwischen ist er als Multiinstrumentalist bekannt. Nach dem Studium etablierte sich Elliott Sharp schnell in der pulsierenden New Yorker Avantgarde-Szene und hat bisher mit vielen großen Orchestern und Künstlern wie Laurie Anderson, Hillary Hahn und Ryuichi Sakamoto zusammen gearbeitet.

Ensemble Resonanz © Tobias Schult

Ensemble Resonanz © Tobias Schult

Elliott Sharp © Andreas Sterzing

Elliott Sharp © Andreas Sterzing

Boyds Elektro Gitarren Orchester © Christina Hansen

Boyds Elektro Gitarren Orchester © Christina Hansen

23 Uhr / KMH

ANNA MEREDITH

Anna Meredith & Band Gesang, Klarinette, Tuba, Schlagzeug, Violoncello, live-electronics

Die Nacht gehört Anna Meredith, die bereits für viel Aufsehen in der Composer-und Electro-Szene sorgte. Bei der Britin treffen avantgardistische Orchesterklänge auf wummernde Beats und glasklaren Pop-Gesang. Das passt nur schwer in eine Schublade, klingt dafür aber umso besser.

Tickets € 15

Veranstaltungsdetails

Anna Meredith
Anna Meredith hat in New York und am Royal College of Music in London Komposition studiert. Richtig berühmt wurde sie 2008 mit ihrem Auftragswerk »froms« für die Last Night of the Proms der BBC. Neben einem weiteren Auftragswerk für die Proms hat sie bisher ihre erste Oper und ein Werk für Orchester und Beatboxer geschrieben. Im März 2016 erschien Merediths Debüt-Album: Varmints. Darin behandelt sie die »kleinen Dinge im Leben«, denn nach eigener Angabe seien Themen wie Liebe und Krieg viel zu groß, um sie fassen zu können. Ihr Stil mit Elementen aus Klassik, Elektronik und ganz viel Experimentellem schafft neue, ungehörte Musik.

Anna Meredith © Kate Bones

Anna Meredith © Kate Bones

© Kate Bones

Video: Anna Meredith – Nautilus

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