Freitag, 3. November 

17:30 Uhr / P1

Klangradar 3000
Klangwelle – Schüler der Otto-Hahn-Stadtteilschule

Auch der Nachwuchs kommt bei Greatest Hits auf seine Kosten: Im Rahmen des Projektes Klangwelle beschäftigten sich Schüler der Otto-Hahn-Stadtteilschule zusammen mit dem Komponisten Sergio Vasquez mit Harry Partch und ließen sich zu einer eigenen Komposition anregen, die sie nun im Vorkonzert um 17 Uhr präsentieren.

Klangradar 3000 – Schüler komponieren wird gefördert durch die Behörde für Schule und Berufsbildung und Feldtmann Kulturell unter dem Dach der Hamburgischen Kulturstiftung

Eintritt frei

Veranstaltungsdetails

Klangradar © Claudia Höhne

Klangwelle © Claudia Höhne

Klangradar © Claudia Höhne

Klangwelle © Claudia Höhne

Klangradar © Claudia Höhne

Klangwelle © Claudia Höhne

Klangradar © Claudia Höhne

Klangwelle © Claudia Höhne

18:30 Uhr / K6

NDR Chor

Adrian Tully Baritonsaxophon
Sebastian Breuing Orgelpositiv, Klavier
Leitung Philipp Ahmann

Mauricio Kagel: Chorbuch für Tasteninstrumente und Kammerchor (Auszüge)
Johann Sebastian Bach: Choräle (Auswahl)
Mauricio Kagel: Burleske für Baritonsaxophon und gemischten Chor

Der argentinisch-deutsche Komponist Mauricio Kagel war einer der originellsten Köpfe der Neuen Musik. Er begriff Musik nicht nur als Töne, sondern als klingendes Gesamtschauspiel – was ihn nicht davon abhielt, das Gewese, das die Szene mitunter um sich selbst macht, kräftig auf die Schippe zu nehmen. So begann schon die allererste Ausgabe von »Greatest Hits« mit seiner Klangaktion für eine Gruppe singender Radfahrer.

Seine große Verehrung von alten Meistern wie Johann Sebastian Bach zeigte sich in einer raffinierten Vereinnahmung, wie etwa im Falle seines »Chorbuches«, das Bach-Choräle mit neuen Harmonien und diversen Vokaleffekten surreal verfremdet. Philipp Ahmann, der Leiter des NDR Chores, hat nun ein intelligentes Programm vorbereitet, das Kagels Versionen den Bach’schen Originalen gegenüberstellt. Als Krönung erklingt die eigenwillig besetzte »Burleske« für Baritonsaxofon und Chor.

Tickets €18

Veranstaltungsdetails

Philipp Ahmann (*1974)
Philipp Ahmann ist seit 2008 Chordirektor des NDR Chores in Hamburg. Unter seiner Leitung wurde eine eigene Abonnementreihe des Chores gegründet, die seither bei Publikum und Kritik begeisterten Anklang findet.Neben der Erarbeitung der A-cappella-Literatur aller Epochen hat Philipp Ahmann sich auch einen Namen mit Interpretationen oratorischer Werke vom Barock bis zur Moderne gemacht. Dabei arbeitete er zusammen mit Orchestern der Alten Musik wie B’Rock, Concerto con Anima, Concerto Köln, Le Concert Lorrain und dem Elbipolis Barockorchester Hamburg und Spezialensembles der Neuen Musik wie dem Raschèr Saxophone Quartet und dem Ensemble Resonanz sowie dem Gürzenich-Orchester Köln, dem MDR Sinfonieorchester und der NDR Radiophilharmonie.

NDR Chor
1946 gegründet, ist der NDR Chor heute einer der führenden professionellen Kammerchöre Deutschlands. Seit August 2008 hat Philipp Ahmann die künstlerische Verantwortung für das Ensemble. Neben Konzertauftritten und Rundfunkaufnahmen vor allem mit Ensembles des NDR und als Partner aller anderen ARD-Chöre und -Sinfonieorchester liegt der Schwerpunkt der Arbeit des NDR Chors heute besonders auf der Auseinandersetzung mit anspruchsvoller A-cappella-Literatur aller Epochen.

Philipp Ahmann

Philipp Ahmann © Steven Haberland

NDR Chor

NDR Chor © Marcus Höhn

Adrian Tully

Adrian Tully

20 Uhr / KMH

Composer Slam

Simon Kluth Konzept und Moderation

Der große Wettstreit der Komponisten

Er wird bereits von einer großen Fangemeinde gefeiert: der Composer Slam, der die Prinzipien der allseits beliebten Poetry Slams auf Musik überträgt. Hier wie dort liegt es in der Hand des Publikums, einen Künstler ins Finale zu klatschen – nur dass diese statt mit Worten mit eigenen Kompositionen überzeugen müssen.

Tickets € 15

Veranstaltungsdetails

Simon Kluth
Simon Kluth, Jahrgang 1986, ist Erfinder, Veranstalter und Moderator des Komponistenwettstreits Composer Slam, den er in ganz Deutschland organisiert. Er hat Musik mit Hauptfach Violine in Detmold und Hannover studiert. Kluth ist langjähriges Mitglied in der Jungen Deutschen Philharmonie. In verschiedenen Kammermusikformationen spielte er u.a. bei den Kunstfestspielen Herrenhausen, beim Manifeste Paris, Luzern Festival und zusammen mit Jörg Widmann beim Heidelberger Frühling.

Simon Kluth © Ulrikismus

Simon Kluth © Ulrikismus

22 Uhr / K2

Monophonie

Ensemble Musikfabrik

Philipp Sollmann: Monophonie (2015)
für Harry-Partch-Instrumente, Bertoia-Sonambient-Klangskulpturen und Hermann-von-Helmholtz-Doppelsirene

Den Abschluss des dritten Tages bildet Philipp Sollmanns Stück »Monophonie«, das auch bereits im Rahmen des Harry-Partch-Konzerts am Vorabend zu hören ist. Der Berliner DJ und Techno-Produzent, der in der internationalen Clubszene unter dem Namen Efdemin bekannt ist, hat sich nicht nur mit Partchs Instrumenten beschäftigt, sondern verwendet auch eigens angefertigte Instrumente von Val Bertoia und eine Doppel-Sirene des Klangforschers Hermann von Helmholtz aus der zweiten Häfte des 19. Jahrhunderts. Und wie das klingt, muss man einfach selbst hören!

Phillip Sollmanns Monophonie wurde gefördert mit Mitteln des Hauptstadtkulturfonds Berlin und ist eine Koproduktion mit der Ruhrtriennale – Festival der Künste.

Tickets € 18

Veranstaltungsdetails

Phillipp Sollmann
Seine Karriere als DJ hat Sollmann in Hamburg begonnen, dort entwickelte sich in den späten Neunzigerjahren im Umfeld des Plattenlabels Dial ein gleichermaßen verspielter wie ästhetischer Autoren-Techno. Auf Dial erschienen dann ab 2000 auch die EPs und Alben von Sollmann und mit dem »Efdemin« betitelten Werk aus dem Jahr 2007 wurde er einer breiteren Öffentlichkeit bekannt: In aufsehenerregender Weise mischte er hier analoge und elektronische Sounds, Glockengeläut und Naturgeräusche. 2005 zog er nach Berlin und wurde im damals gerade eröffneten Technoklub Berghain zum Resident DJ. Doch beschallte er nicht nur in fünf- bis achtstündigen Sets die langen Tanznächte in der Panorama Bar. In den »Elektroakustischen Salons«, die regelmäßig im großen Saal des Berghain stattfanden, mixte er Minimal Music mit belgischem Postpunk, Field Recordings mit Alvin-Lucier-Kompositionen, abstrakten Techno mit elektroakustischer Musik.

Ensemble Musikfabrik
Das Ensemble Musikfabrik nimmt seinen Namen sehr wörtlich: Neue, unbekannte, in ihrer medialen Form ungewöhnliche und oft erst eigens in Auftrag gegebene Werke sind sein vorrangiges Produktionsfeld. Dabei fühlt es sich besonders der künstlerischen Innovation verpflichtet. Seit seiner Gründung 1990 zählt das in Köln beheimatete Ensemble Musikfabrik zu den führenden Klangkörpern der zeitgenössischen Musik. Die Auseinandersetzung mit modernen Kommunikationsformen und experimentellen Ausdrucksmöglichkeiten im Musik- und Performance-Bereich ist ihnen ein zentrales Anliegen. Interdisziplinäre Projekte mit Live-Elektronik, Tanz, Theater, Film, Literatur und bildender Kunst gehören ebenso zum Programm wie Gesprächskonzerte und das Experimentieren mit Konzertformaten, die das Publikum stärker integrieren. Die Gästeliste des Ensembles ist so lang wie prominent besetzt: Sie reicht von Mark Andre und Stefan Asbury über Sir Harrison Birtwistle, Unsuk Chin, Péter Eötvös, Brian Ferneyhough, Mauricio Kagel und Helmut Lachenmann bis zu Mouse on Mars, Carlus Padrissa (La Fura dels Baus), Emilio Pomàrico, Enno Poppe, Wolfgang Rihm und Sasha Waltz.

Phillip Sollmann

Phillip Sollmann © Yasmina Haddad

Ensemble Musikfabrik

Ensemble Musikfabrik © Jonas Werner-Hohensee

Video: Phillip Sollmann – Monophonie

Video: Phillip Sollmann – Monophonie

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