Freitag, 3. November 

17:30 Uhr / P1

Klangradar 3000
Klangwelle – Schüler der Otto-Hahn-Stadtteilschule

Auch der Nachwuchs kommt bei Greatest Hits auf seine Kosten: Im Rahmen des Projektes Klangwelle beschäftigten sich Schüler der Otto-Hahn-Stadtteilschule zusammen mit dem Komponisten Sergio Vasquez mit Harry Partch und ließen sich zu einer eigenen Komposition anregen, die sie nun im Vorkonzert um 17 Uhr präsentieren.

Klangradar 3000 – Schüler komponieren wird gefördert durch die Behörde für Schule und Berufsbildung und Feldtmann Kulturell unter dem Dach der Hamburgischen Kulturstiftung

Eintritt frei
18:30 Uhr / K6

NDR Chor

Adrian Tully Baritonsaxophon
Sebastian Breuing Orgelpositiv, Klavier
Leitung Philipp Ahmann

Mauricio Kagel: Burleske für Baritonsaxophon und gemischten Chor
Mauricio Kagel: Chorbuch für Tasteninstrumente und Kammerchor (Auszüge)
Johann Sebastian Bach: Choräle (Auswahl)
Karlheinz Stockhausen: Choral Nr. 1/9

Heiter beginnt der dritte Tag. In Mauricio Kagels eigenwillig besetzter »Burleske« für Baritonsaxofon und Chor nimmt der Erfinder des »Instrumentalen Theaters«, in dem Mimik und Gestik die Musik anreichern, die Zuhörer mit auf eine humorige Klangreise. Die Musiker des NDR Chors dürfen unter ihrem Leiter Philipp Ahmann beweisen, dass sie neben Singen auch ganz wunderbar Geräusche und Sprechgesang erzeugen können. Getragener wird die Stimmung dann mit einer Auswahl von Bach-Chorälen. Sie leiten über zu einem kurzen Choral von Karlheinz Stockhausen, der die kirchenmusikalische Gattung auf seine ganz eigene Weise interpretierte.

Tickets €18

Veranstaltungsdetails

Philipp Ahmann (*1974)
Philipp Ahmann ist seit 2008 Chordirektor des NDR Chores in Hamburg. Unter seiner Leitung wurde eine eigene Abonnementreihe des Chores gegründet, die seither bei Publikum und Kritik begeisterten Anklang findet.Neben der Erarbeitung der A-cappella-Literatur aller Epochen hat Philipp Ahmann sich auch einen Namen mit Interpretationen oratorischer Werke vom Barock bis zur Moderne gemacht. Dabei arbeitete er zusammen mit Orchestern der Alten Musik wie B’Rock, Concerto con Anima, Concerto Köln, Le Concert Lorrain und dem Elbipolis Barockorchester Hamburg und Spezialensembles der Neuen Musik wie dem Raschèr Saxophone Quartet und dem Ensemble Resonanz sowie dem Gürzenich-Orchester Köln, dem MDR Sinfonieorchester und der NDR Radiophilharmonie.

NDR Chor
1946 gegründet, ist der NDR Chor heute einer der führenden professionellen Kammerchöre Deutschlands. Seit August 2008 hat Philipp Ahmann die künstlerische Verantwortung für das Ensemble. Neben Konzertauftritten und Rundfunkaufnahmen vor allem mit Ensembles des NDR und als Partner aller anderen ARD-Chöre und -Sinfonieorchester liegt der Schwerpunkt der Arbeit des NDR Chors heute besonders auf der Auseinandersetzung mit anspruchsvoller A-cappella-Literatur aller Epochen.

Karlheinz Stockhausen (1928-2007)
Karlheinz Stockhausen gilt als Pionier der elektronischen und Neuen Musik und als einer der wichtigsten Komponisten des 20. Jahrhunderts.
Seit 1953 arbeitete er im Studio für elektronische Musik beim WDR in Köln, dessen künstlerische Leitung der Komponist 1963 übernahm.
Der Durchbruch in der öffentlichen Wahrnehmung gelang Karlheinz Stockhausen 1956 mit dem collagenhaft-synthetischen »Gesang der Jünglinge«, nachdem er zuvor bereits die räumliche Wirkung von Tönen, Geräuschen und künstlicher Klangerzeugung mit Sinusgeneratoren (»Studien I/II«, 1953/54) erforscht hatte. Stockhausen präsentierte seine Klangräume bei der Weltausstellung in Osaka 1970 und beschäftigte sich von 1977 bis 2003 mit seinem Projekt »Licht«.

Philipp Ahmann

Philipp Ahmann © Steven Haberland

NDR Chor

NDR Chor © Marcus Höhn

Karlheinz Stockhausen

Karlheinz Stockhausen © Rolando Paolo Guerzoni

20 Uhr / KMH

Composer Slam

Simon Kluth Konzept und Moderation

Der große Wettstreit der Komponisten

Er wird bereits von einer großen Fangemeinde gefeiert: der Composer Slam, der die Prinzipien der allseits beliebten Poetry Slams auf Musik überträgt. Hier wie dort liegt es in der Hand des Publikums, einen Künstler ins Finale zu klatschen – nur dass diese statt mit Worten mit eigenen Kompositionen überzeugen müssen.

Tickets € 15

Veranstaltungsdetails

Simon Kluth

Simon Kluth, Jahrgang 1986, ist Erfinder, Veranstalter und Moderator des Komponistenwettstreits Composer Slam, den er in ganz Deutschland organisiert. Er hat Musik mit Hauptfach Violine in Detmold und Hannover studiert. Kluth ist langjähriges Mitglied in der Jungen Deutschen Philharmonie. In verschiedenen Kammermusikformationen spielte er u.a. bei den Kunstfestspielen Herrenhausen, beim Manifeste Paris, Luzern Festival und zusammen mit Jörg Widmann beim Heidelberger Frühling.

Simon Kluth © Ulrikismus

Simon Kluth © Ulrikismus

22 Uhr / K2

Monophonie

Ensemble Musikfabrik

Philipp Sollmann: Monophonie (2015)
für Harry-Partch-Instrumente, Bertoia-Sonambient-Klangskulpturen und Hermann-von-Helmholtz-Doppelsirene

Den Abschluss des dritten Tages bildet Philipp Sollmanns Stück »Monophonie«, das auch bereits im Rahmen des Harry-Partch-Konzerts am Vorabend zu hören ist. Der Berliner DJ und Techno-Produzent, der in der internationalen Clubszene unter dem Namen Efdemin bekannt ist, hat sich nicht nur mit Partchs Instrumenten beschäftigt, sondern verwendet auch eigens angefertigte Instrumente von Val Bertoia und eine Doppel-Sirene des Klangforschers Hermann von Helmholtz aus der zweiten Häfte des 19. Jahrhunderts. Und wie das klingt, muss man einfach selbst hören!

Phillip Sollmanns Monophonie wurde gefördert mit Mitteln des Hauptstadtkulturfonds Berlin und ist eine Koproduktion mit der Ruhrtriennale – Festival der Künste.

Tickets € 18

Veranstaltungsdetails

Ensemble Musikfabrik
Das Ensemble Musikfabrik nimmt seinen Namen sehr wörtlich: Neue, unbekannte, in ihrer medialen Form ungewöhnliche und oft erst eigens in Auftrag gegebene Werke sind sein vorrangiges Produktionsfeld. Dabei fühlt es sich besonders der künstlerischen Innovation verpflichtet. Seit seiner Gründung 1990 zählt das in Köln beheimatete Ensemble Musikfabrik zu den führenden Klangkörpern der zeitgenössischen Musik. Die Auseinandersetzung mit modernen Kommunikationsformen und experimentellen Ausdrucksmöglichkeiten im Musik- und Performance-Bereich ist ihnen ein zentrales Anliegen. Interdisziplinäre Projekte mit Live-Elektronik, Tanz, Theater, Film, Literatur und bildender Kunst gehören ebenso zum Programm wie Gesprächskonzerte und das Experimentieren mit Konzertformaten, die das Publikum stärker integrieren. Die Gästeliste des Ensembles ist so lang wie prominent besetzt: Sie reicht von Mark Andre und Stefan Asbury über Sir Harrison Birtwistle, Unsuk Chin, Péter Eötvös, Brian Ferneyhough, Mauricio Kagel und Helmut Lachenmann bis zu Mouse on Mars, Carlus Padrissa (La Fura dels Baus), Emilio Pomàrico, Enno Poppe, Wolfgang Rihm und Sasha Waltz.

Video: Phillip Sollmann – Monophonie

Video: Phillip Sollmann – Monophonie

Ensemble Musikfabrik

Ensemble Musikfabrik © Jonas Werner-Hohensee

.