Sonntag, 20. November 

11 Uhr / K4

FELDMAN MARATHON

Calder Quartet
Benjamin Jacobson Violine
Andrew Bulbrook Violine
Jonathan Moerschel Viola
Eric Byers Violoncello

Morton Feldman: Streichquartett Nr. 2

Am Sonntagmorgen ist Sitzfleisch gefragt! Einerseits beim Publikum (das allerdings den Saal verlassen kann, wann es möchte), vor allem aber bei den Musikern vom Calder Quartet, die Morton Feldmans rund fünf Stunden langes Zweites Streichquartett zur Aufführung bringen. Eine seltene Gelegenheit, die sich Neue-Musik-Freunde nicht entgehen lassen sollten.

Tickets € 9

Veranstaltungsdetails

Calder Quartet
1998 an der University of Southern California gegründet und benannt nach dem amerikanischen Bildhauer Alexander Calder hat sich das Calder Quartet vor allen Dingen der Neuen Musik verschrieben. Ihrem Anspruch, die Vision des Komponisten umzusetzen und zu vermitteln, werden die vier Musiker in der Zusammenarbeit mit vielen zeitgenössischen Komponisten gerecht. Dazu gehören junge aufstrebende Komponisten und Größen wie Terry Riley, David Lang, Thomas Adès und Péter Eötvös. Neben klassischer Musik begeistert sich das Quartett auch für Rockmusik und hat bereits einige Soundtracks für Film und Fernsehen eingespielt.

Calder Quartet © Autumn de Wilde

Calder Quartet © Autumn de Wilde

17:15 Uhr / Foyer

WANDELKONZERT

Bläserensemble der Hochschule für Musik und Theater Hamburg
Leitung Ulrich Windfuhr

John Cage: Fifty-Eight

Eine extreme Hörerfahrung bieten 58 Bläser der Hamburger Musikhochschule: Für John Cages »Fifty-Eight« verteilen sie sich im Kampnagel-Foyer und laden in diesem Wandelkonzert zu akustischen Perspektivwechseln ein.

Eintritt frei

Veranstaltungsdetails

Ulrich Windfuhr

Ulrich Windfuhr

19:30 Uhr / K6

ENSEMBLE MUSIKFABRIK

Ensemble Musikfabrik
Hannah Weirich Violine
Dirk Wietheger Violoncello
Helen Bledsoe Flöte
Bob Koertshuis Trompete
Ulrich Löffler Klavier
Dirk Rothbrust Schlagwerk
Rie Watanabe Schlagwerk
Thomas Meixner Schlagzeug
Dani Brown, Harry Koushos, Anna Pehrsson, Karolina Szymura Tanz
Dirigent Warwick Stengårds
Alexandra Waierstall Choreografie

John Cage: Sixteen Dances for Soloist and Company of Three

Bereits 1951 entwarf John Cage zusammen mit seinem Lebensgefährten, dem Choreografen Merce Cunningham, »Sixteen Dances«. Die englisch-zypriotische Choreografin Alexandra Waierstall, bekannt für ihre intensive Bildsprache und Musikalität, hat nun eine neue Version für vier Tänzer entworfen. Für die Musik sind die renommierten Solisten vom Ensemble Musikfabrik zuständig.

Einführung zu »Sixteen Dances«
18:30 Uhr / K6

Tickets € 25

Veranstaltungsdetails

Ensemble Musikfabrik
Das Ensemble Musikfabrik nimmt seinen Namen sehr wörtlich: Neue, unbekannte, in ihrer medialen Form ungewöhnliche und oft erst eigens in Auftrag gegebene Werke sind sein vorrangiges Produktionsfeld. Dabei fühlt es sich besonders der künstlerischen Innovation verpflichtet. Seit seiner Gründung 1990 zählt das in Köln beheimatete Ensemble Musikfabrik zu den führenden Klangkörpern der zeitgenössischen Musik. Die Auseinandersetzung mit modernen Kommunikationsformen und experimentellen Ausdrucksmöglichkeiten im Musik- und Performance-Bereich ist ihnen ein zentrales Anliegen. Interdisziplinäre Projekte mit Live-Elektronik, Tanz, Theater, Film, Literatur und bildender Kunst gehören ebenso zum Programm wie Gesprächskonzerte und das Experimentieren mit Konzertformaten, die das Publikum stärker integrieren. Die Gästeliste des Ensembles ist so lang wie prominent besetzt: Sie reicht von Mark Andre und Stefan Asbury über Sir Harrison Birtwistle, Unsuk Chin, Péter Eötvös, Brian Ferneyhough, Mauricio Kagel und Helmut Lachenmann bis zu Mouse on Mars, Carlus Padrissa (La Fura dels Baus), Emilio Pomàrico, Enno Poppe, Wolfgang Rihm und Sasha Waltz.

Ensemble Musikfabrik © Jonas Werner-Hohensee

Ensemble Musikfabrik © Jonas Werner-Hohensee

Anna Pehrsson © Christian Herrmann

Anna Pehrsson © Christian Herrmann

Warwick Stengårds © Nikolai Krinner

Warwick Stengårds © Nikolai Krinner

Video: John Cage - Sixteen Dances

Video: John Cage – Sixteen Dances

21 Uhr / K2

AUTECHRE

Rob Brown live electronics
Sean Booth live electronics

Das Festivalfinale bestreiten Rob Brown und Sean Booth vom Duo Autechre. Beeinflusst von Hip-Hop, konzeptioneller Musik à la Karlheinz Stockhausen und den Erinnerungen an illegale Raveparties ihrer Jugend, entwickeln sie seit Anfang der 90er Jahre abstrakte Computermusik, die dem Informations-Overkill unserer Zeit eine klingende Form gibt. Nach ihrer letzten Show 2010 im Uebel & Gefährlich kehren die beiden nun für einen ihrer raren Auftritte nach Hamburg zurück. Ihr neues Programm findet komplett im Dunkeln statt und ermöglicht so die Konzentration auf das Wesentliche.

AUSVERKAUFT

Veranstaltungsdetails

Autechre
Die beiden Musiker aus Manchester gelten als Pioniere der »klugen« Clubmusik, jenseits von geraden Bassdrum-Rhythmen. Sie prägen damit neben Künstlern wie Aphex Twin bis heute den Sound des legendären Warp Labels. Neben zahlreichen Eigenproduktionen hat Autechre viele Remixe für renommierte DJs gemacht. Die Erlöse des Albums »Anti« gingen an die Nichtregierungsorganisation »Liberty«. Das Album sollte ein Zeichen gegen die amerikanische »Criminal Justice Bill« setzen, die in den 90er Jahren repetitive Sounds auf Raveparties verbieten wollte.

Autechre © Warp Records

Autechre © Warp Records

© Warp Records / Autechre

Video: Autechre – plyPhon

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