Über Greatest Hits

1988 veröffentlichte das Pop-Duo KLF sein zu einem Klassiker der Pop-Literatur gewordenes »Handbuch«, wie man einen Nummer-1-Hit landet. Die ironische, durchaus branchenkritische Erkenntnis: Originalität ist nicht gefragt; es reicht, den Song aus Bestandteilen anderer Tracks zusammenzusetzen. Da geht das Festival Greatest Hits mit deutlich mehr Engagement an die Sache heran!

In diesem Jahr gibt es gleich drei Schwerpunkte: Da wäre der ungarische Komponist Peter Eötvös, dessen Opern zu den meistgespielten der Moderne zählen und der den Hörer durch »eine Musik voll dunkler Schönheit, emotionaler Überwältigung und ungewohnter innerer Ruhe« (FAZ) fesselt. Wissenschaftlicher ging der Franzose Gérard Grisey in den 1970ern zu Werke, der als einer der ersten Töne im Labor in ihre Bestandteile zerlegte und daraus eine kristalline »Spektralmusik« fügte. Einen noch radikaleren Weg wählte einige Jahre zuvor der amerikanische Maverick Harry Partch, der gleich erstaunliche eigene Instrumente baute, um den beschränkten Tonvorrat der westlichen Musik zu sprengen.

»Greatest Hits» ist eine Kooperation von HamburgMusik, Kampnagel Internationale Kulturfabrik und dem Norddeutschen Rundfunk.

Gérard Grisey © Guy Vivien

Gérard Grisey © Guy Vivien

Harry Partch

Harry Partch © Klaus Rudolph

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